Dezernent Dr. Karl Heinz Blasweiler schlägt Fraktionen Stellenschaffung vor

Akuter Personalmangel im Rathaus: Mehr als 200 Bauanträge stapeln sich

Ein Stau von mehr als 200 unbearbeiteten Baugenehmigungsverfahren im Lüdenscheider Rathaus zwingt die Behörde zum Handeln.
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Ein Stau von mehr als 200 unbearbeiteten Baugenehmigungsverfahren im Lüdenscheider Rathaus zwingt die Behörde zum Handeln.

Lüdenscheid - Ein Stau von mehr als 200 unbearbeiteten Baugenehmigungsverfahren im Rathaus zwingt die Behörde zum Handeln.

Personaldezernent Dr. Karl Heinz Blasweiler hat den Ratsfraktionen am Montagabend vorgeschlagen, eine Stelle in der städtischen Bauaufsicht neu zu schaffen und dafür Personalkosten in Höhe von 82.000 Euro pro Jahr zu bewilligen. 

„Ein weiteres Warten“, sagt Planungschef Martin Bärwolf, „ist nicht mehr verantwortbar“. Die Verabschiedung des Stellenplans der Stadtverwaltung ist noch keine zwei Monate her, da soll er schon aufgestockt werden. 

Man sei zwar dabei, Defizite abzuarbeiten. Aber neben den normalen Genehmigungsverfahren gehe es auch um akute Gefahrenabwehr, etwa in puncto Brandschutz oder Beschwerden von Bürgern. Derzeit sei der Fachdienst „nicht in der Lage, allem nachzugehen“, so Bärwolf. „Deshalb müssen wir reagieren.“ 

Die Misere in der Bauaufsicht ist laut Beschlussvorlage aus dem Rathaus unter anderem entstanden, weil einer der vier Mitarbeiter „länger ausfallen wird und weder Zeitpunkt noch Umfang der Stellenbesetzung nach Rückkehr absehbar ist“. Nach Einschätzung von FDP-Fraktionschef Jens Holzrichter ist die Situation in der Bauaufsicht „nicht neu. Bauwillige und Architekten werden immer unzufriedener“. 

Auch CDU-Sprecher Oliver Fröhling hält die Stellenplanänderung für „inhaltlich nachvollziehbar“, obwohl sie unter Zeitdruck erfolgen müsse. Ob die Stelle so attraktiv ist, dass sich schnell geeignete Bewerber melden, ist allerdings umstritten. 

Denn laut Vorschlag des Personaldezernenten Dr. Karl Heinz Blasweiler soll der Posten mit einem sogenannten kw-Vermerk (künftig wegfallend) versehen werden, der dann wirksam wird, wenn die Rückstände im Fachdienst abgebaut worden sind.

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