LN bauen in Lüdenscheid komlett neu

So wird sich das neue LN-Verlagsgebäude vom Kurt-Weill-Weg aus präsentieren.

LÜDENSCHEID ▪ Klarer, so Verlagsleiter Burckhardt Schmidt, kann ein Bekenntnis zum Standort Lüdenscheid nicht ausfallen. Und größer kann eine Veränderung nicht sein.

Der Märkische Zeitungsverlag (MZV) wird an seinem Stammsitz an der Schillerstraße 20 komplett neu bauen, um seinen Mitarbeitern zeitgemäße Arbeitsplätze zu bieten und sich der Stadt in neuer Attraktivität zu präsentieren. Der erste Schritt dazu wird, wie Schmidt gestern erläuterte, der Abriss des bisherigen Gebäudekomplexes sein, der doch „deutlich in die Jahre gekommen“ sei. Die Abrissbagger werden am 2. Januar 2012 anrücken. Nach dem ersten Quartal soll auf dem 2630 Quadratmeter großen Grundstück an der Schillerstraße kein Stein mehr auf dem anderen stehen. Im zweiten Quartal soll dann mit dem Neubau begonnen werden.

Dieser wird in zwei Bauabschnitten vollzogen werden. Die erste Etappe sieht die Errichtung einer Tiefgarage mit 71 Stellplätzen vor, auf der ein dreigeschossiges Gebäude mit insgesamt 1505 Quadratmetern Nutzfläche errichtet wird. Erdgeschoss und erste Etage werden für Geschäftsstelle, Redaktion und die anderen Abteilungen des Verlages genutzt; die zweite Etage mit 425 Quadratmetern soll vermietet werden. Markantestes Merkmal des Gebäudes wird ein gläserner Quader sein, der aus dem Haus herausragt und sich sozusagen der Stadt entgegenstreckt.

In einem zweiten Bauabschnitt soll ein weiteres dreigeschossiges Haus mit 1585 Quadratmetern entstehen. Dieser Bauabschnitt wird dann realisiert, wenn die Vermarktung der Flächen erfolgt ist.

Das Lüdenscheider Architekturbüro Miekeley-Trimpop-Trompetter ist für die Planung verantwortlich. Hans-Martin Schulte betont als Sprecher des Büros, man wolle mit dem in zurückhaltender Formensprache konzipierten Baukörper bewusst nicht in optische Konkurrenz treten zu den in der Nachbarschaft dominierenden Gebäuden wie Kulturhaus und Museum. Aus städtebaulicher Sicht verfolge man das Ziel, zur Schillerstraße hin offener und in Richtung Kulturhausgarten transparenter zu sein. Deshalb werde das Verlagsgebäude um fünf Meter von der Straße zurückgezogen. Damit soll die Schillerstraße vor allem für Fußgänger breiter werden. Die Freiflächen des Grundstücks werden begrünt.

Die gesamte Baumaßnahme soll laut MZV-Chef Burckhardt Schmidt Ende 2013 beendet sein. Bis dahin werden Verlag und Redaktion ein Interimsquartier in der Innenstadt beziehen.

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