TV-Promis zu Gast in der Phänomenta

Museum im MK versteigert Bild von 80-Euro-Waldi („Bares für Rares“) für Rekordsumme

Keine Party, aber prominente Gäste: Im Phänomenta-Café versteigerten Waldi Lehnertz und TV-Experte Detflex Kümmel („Bares für Rares“, ZDF) ein Bild für eine Rekordsumme.

Lüdenscheid – 1.289.926 Besucher in 25 Jahren – eine stolze Zahl, die Phänomenta-Chef Torsten Schulze zusammengerechnet hat. Am Mittwoch wäre das offizielle Eröffnungsdatum des Wissenschaftsmuseums gewesen. Auf Empfang und Feierlichkeiten verzichtete das Team. Prominente Gäste allerdings nahmen am Freitag im Phänomenta-Café Platz.

SendungBares für Rares
Erstausstrahlung3. August 2013
SenderZDF

Bild von 80-Euro-Waldi („Bares für Rares“) für Rekordsumme im Museum im MK versteigert

TV-Trödel-Experte Waldi Lehnertz und TV-Experte Detlef Kümmel aus dem ZDF-Dauerbrenner „Bares für Rares“ übergaben den Phänomenta-„Waldini“ an Henrich Schlötermann (SHC Kaltverformung). Der Lüdenscheider Unternehmer, ansässig an der Lösenbacher Landstraße, ersteigerte das Bild für 5000 Euro – „und 80“, sagte er mit Blick auf 80-Euro-Waldi.

Allerdings: Zum einen soll das Bild nicht etwa einen Ehrenplatz im Schlötermann'schen Wohnzimmer, sondern in der Phänomenta bekommen, zum anderen war von vorneherein klar, dass der Erlös einem guten Zweck dienen sollte.

Für 5080 Euro ersteigerte Henrich Schlötermann (3. von links) den „Waldini“. Das Geld geht an die Flutopfer.

„Bares für Rares“-Experten in Lüdenscheid: Waldi Lehnertz sammelt Hilfe für Eifel

Als die beiden TV-Promis Ende Mai zum 25. Geburtstag des Museums ein Wochenende in der Phänomenta verbrachten, war an die Flutkatastrophe noch nicht zu denken. Betroffen war auch Lehnertz mit seinem Trödel-Areal in der Eifel. Ihm war sofort klar: Da muss praktische Hilfe her. 150 Tonnen davon hat er mittlerweile direkt zu den Betroffenen gebracht, nutzte seinen Promi-Status und die enorme Vernetzung, um sofort Hilfe zu leisten.

Bedrückende Geschichten hat der Trödler reichlich gesehen: „Ich war in Dörfern, da türmte sich rechts und links der Straße sieben Meter hoch der Schutt auf. Die Leute waren dankbar für einen 5-Liter-Kanister Wasser, damit sie sich mal 'nen Kaffee kochen konnten.“

Ich reiß mir nicht den Arsch auf, damit denen das Geld nachher wieder abgezogen wird.

Walter Lehnertz

Was er nicht verstehen kann, ist die Verteilung der Hilfsgelder zum Wiederaufbau: „Den Leuten wird das, was wir spenden, hintenrum wieder weggenommen. Ich reiß mir nicht den Arsch auf, damit denen das Geld nachher wieder abgezogen wird“, fand der Antiquitätenhändler deutliche Worte.

Versteigerung für Flutopfer: Unternehmer bekommt Bild von Waldi Lehnertz

80-Euro-Waldi und Detlev Kümmel boten Meet & Greet zum Phänomenta-Geburtstag.

Auch dem Unternehmer Henrich Schlötermann war klar, dass er helfen wollte: „Aber mir fehlte ein Ansprechpartner. In den LN habe ich von der Versteigerung zugunsten der Flutopfer gelesen und gedacht: Das ist es!“

Familienfest am Wochenende

Am Samstag und Sonntag öffnen sich die Türen der Phänomenta mit einem Familienprogramm. Der Wissenschaftsjournalist Joachim Hecker verrät dabei Spannendes über Helium, „Clowns and Company“ sorgen mit einer Feuershow, Stelzenläufern, Hula-Hoops und vielem mehr für Unterhaltung, die „Physikanten“ für WIssenschaft mit Humor. Für den Samstagabend ist ein Klavierkonzert mit „Mister Piano“ geplant. Der Lüdenscheider Arnd Clever bietet Sonntag seine magische Unterhaltungsshow, im Außenzelt werden Experimentier-Workshops angeboten. An beiden Tagen wird im gesamten Treppenhaus das Stairs-Piano von „Mister Piano“ aufgebaut sein, an dem kleine und große Besucher Platz nehmen können.

Auch die Phänomenta bot im Geburtstagsjahr alle Workshops kostenlos an und sammelte 500 Euro für die Flutopfer. Das Geld wurde bereits gespendet. Nun soll der Versteigerungserlös so schnell wie möglich und direkt bei Betroffenen ankommen – in Lüdenscheid und in der Eifel. Schon in der kommenden Woche wird das Team der Phänomenta darüber beraten.

Von Waldis „Waldini“ sollen Drucke hergestellt und noch in diesem Jahr über die Phänomenta vertrieben werden. Henrich Schlötermann wünscht sich, dass der Kinderschutzbund einen Teil des Verkaufserlöses erhält.

Rubriklistenbild: © Elza Halili/ Phänomenta

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