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„Bares für Rares“ (ZDF): Autogrammstunde mit TV-Star Waldi Lehnertz

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Von: Jutta Rudewig

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Waldi Lehnertz signierte geduldig jeden der 80 Drucke. © Jutta Rudewig

Geduldig schrieb der TV-Trödelexperte „80 Euro Waldi“ („Bares für Rares“/ZDF) mit dem schwarzen Filzer eine Zahl nach der nächsten auf die bunten Bögen. Anschließend wurden alle Bilder noch ordnungsgemäß signiert. Zu einer nicht alltäglichen Autogrammstunde kam 80-Euro-Waldi in die Phänomenta.

Sein Publikum: Phänomenta-Hausherr Torsten Schulze, Gert vom Schemm als technischer Leiter und „Bares für Rares“-TV-Kollege Detlev Kümmel. Handsigniert wurden 80 Drucke des Phänomenta-Waldinis, der vor Monatsfrist den Besitzer wechselte – für 5080 Euro. Das Geld wird heimischen Opfern der Flutkatastrophe gespendet.

Der TV-Trödelexperte Waldi Lehnertz kam gern zurück nach Lüdenscheid. Zum 25. Geburtstag der Phänomenta hatte der Künstler der Phänomenta einen echten „Waldini“, wie seine Bilder heißen, vermacht. Seit 2019 hat der Kunst- und Antiquitätenhändler die Liebe zur Kunst und der Malerei für sich entdeckt. Die von ihm erschaffenen Werke haben limitierte Stückzahlen auf Leinwand mit Acryl.

„Bares für Rares“ (ZDF): Autogrammstunde mit TV-Star Waldi Lehnertz

Lehnertz brachte bei seinem ersten Besuch in der Phänomenta, einem „Meet and Greet“ mit den Stars aus dem ZDF-Quotenrenner „Bares für Rares“, dem Science Center das Bild als Geschenk mit. Zu sehen auf seiner Arbeit ist der Phänomenta-Turm mit dem Foucault’schen Pendel – im Original und farbig zu einem „Waldini“ umgestaltet. Angelehnt sind in seinen Werken oft auch die lustigen Figuren, die an die „Ottifanten“ von Otto erinnern. 

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Die Drucke sind durchnummeriert, das steigert später den Wert. © Jutta Rudewig

Den Sommer über konnten Gebote abgegeben werden. Den Erlös den hiesigen Opfern der Flutkatastrophe zukommen zu lassen, damit stieß das Phänomenta-Team auf ausgesprochen offene Ohren, lebt der „Irre aus der Eifel“, wie sich Lehnertz selbst gern nennt, doch in dem beschaulichen Örtchen Krekel, rund 30 Kilometer vom mit am heftigsten von der Flut betroffenen Örtchen Schuld entfernt. Dort betreibt er sein Antiquitätengeschäft „Waldis Eifel Antik“. 

Am Ende ersteigerte der Lüdenscheider Unternehmer Henrich Schlötermann (SHC Kaltverformung), ansässig an der Lösenbacher Landstraße, das Bild für 5000 Euro – „und 80“, sagte er mit Blick auf 80-Euro-Waldi, der auch bei der nächsten karitativen Aktion der „80“ treu bleibt.

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Für 5080 Euro ersteigerte Henrich Schlötermann (3. von links) den „Waldini“. Das Geld geht an die Flutopfer. © Rudewig

Lehnertz gehört dem Händlerteam von „Bares für Rares“ seit der ersten Staffel 2013 an. Als sein „Markenzeichen“ gelten Erstgebote von 80 Euro für oft auch höherwertige Objekte. Und genau so viele Drucke ließ er gemeinsam mit dem Lüdenscheider Galeristen und „Bares für Rares-Experten Detlev Kümmel anfertigen und trat die Rechte an seinem Bild ab – „und dafür sind wir sehr dankbar“, so Torsten Schulze im Gespräch. Die Drucke können gerahmt ab Anfang Dezember in der Phänomenta und nur dort gekauft werden.

Die Drucke werden durchnummeriert, das steigert möglicherweise später einmal den Wert.

Walter Lehnertz

„Die Drucke werden durchnummeriert, das steigert möglicherweise später einmal den Wert“, erläuterten Lehnertz und Kümmel mit Blick auf die begehrten Zahlen wie die 1, 80 oder 66. Beide Experten drehten soeben neue Folgen von „Bares für Rares“ ab und machten sich dann auf den Weg nach Lüdenscheid zu der ungewöhnlichen Autogrammstunde in der Phänomenta.

280 Euro kostet ein gerahmter und handsignierter Druck in der Größe 61x100 Zentimeter. „80 Euro von jedem Verkauf gehen an den Kinderschutzbund, 200 gehen an die Phänomenta. Das ist ein Super-Sponsoring“, freut sich Torsten Schulze über die gesamte Aktion. Die Unterstützung des Kinderschutzbundes hatte sich Henrich Schlötermann gewünscht. Mit dem Kinderschutzbund habe man vor der Pandemie schon zusammengearbeitet, das wolle man wieder ausbauen, so Schulze.

Der Lüdenscheider Unternehmen Henrich Schlötermann wollte bereits kurz nach der Flutkatastrophe helfen und fand in der Versteigerung des „Waldinis“ zugunsten heimischer Flutopfer eine gute Gelegenheit. Das ersteigerte Original überließ Schlötermann schließlich dem Wissenschaftsmuseum. Dort bekommt es einen Ehrenplatz.

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