Kurzes Glück auf der Bühne

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Barbara Wussow und Peter Bongartz in „Glück – Le Bonheur“.

Lüdenscheid - Der französische Autor Eric Assous ist immer für eine Überraschung gut, wenn es in seinen Stücken um die Zwischenmenschlichkeit geht. So stand denn dann am Ende von sechs Szenen eines Theaterabends dem ehelichen Glück von Louisa und Alexandre ein von Alexandre kurzfristig mit seiner Ex-Frau Cécile gezeugter Nachkömmling im Weg.

Mit Barbara Wussow und Peter Bongartz standen am Donnerstagabend im ausverkauften Kulturhaus zwei großartige Schauspieler in dem Theaterstück „Glück – Le Bonheur“ unter der Regie von Michael Wedekind auf der Bühne. Einsamkeit und Alleinsein, Scheidung, das Dasein des Singles, die Angst vor einer neuen Bindung und letztendlich die Suche nach dem Glück waren die Themen, mit denen sich die Inszenierung auseinandersetzte. All dies verpackt in eine strahlend weiß möblierte Bühnenwohnung und amüsante Dialoge zwischen Louisa und Alexandre.

Das Stück beginnt am „Morgen danach“. Louisa und Alexandre haben sich am Abend vorher kennengelernt, die Nacht miteinander verbracht. Jetzt will Alexandre nur noch eins: weg! Doch er macht die Rechnung ohne Louisa. Sie schließt ab, versteckt den Schlüssel in der Zuckerdose und will reden. Was folgt, sind Szenen einer ganz normalen Bekanntschaft zweier Menschen, die unterschiedliche Vorstellungen von Glück haben.

Peter Bongartz füllte seine Rolle als verschmitzter Restaurantbesitzer großartig aus, spielte mit Witz, mit Mimik und Gestik und ließ darüber hier und da seine Bühnenpartnerin schauspielerisch hinter sich. Barbara Wussow spielte ihre Rolle, Peter Bongartz hingegen lebte sie. Gemeinsam bescherten sie dem Publikum einen rundum schönen Theaterabend – mit gut 75 Minuten Spielzeit allerdings ein kurzes Glück.

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