Weckmänner aus Vollkornschrot

+
Barbara Ruscher mit ihren Bio-Möhren.

Lüdenscheid - „Männer gehen – Fischstäbchen bleiben!“ Unterm Strich war dies das Credo der Kabarettistin Barbara Ruscher, die im Bistro K. ihre Visitenkarten abgab. Sie lieferte einen Parforceritt ab durch die Auswüchse der modernen Gesellschaft, die ihren Kindern so blumige Namen wie Sören-Wotan gibt, Weckmänner aus Vollkornschrot zum Martinstag ausgibt und Möhren aus freilaufenden Ackerfurchen verfüttert.

Wie so oft bei Kabarettisten traf es schnell die „undankbare erste Reihe“ in Form des Hagener Bistro K.-Besuchers Carsten, der immer mal wieder zur Programm-Mitgestaltung herangezogen wurde. Barbara Ruscher erzählte amüsant über das Kölner Akademiker-Viertel Sülz im Südwesten von Köln mit seinen kernsanierten Altbauten, lieferte deutlich amüsanter eine Art Sprechgesang am Klavier über Oropax, Baldrian und Absinth („Was man so braucht als Mutter“) und ging am Ende dazu über, sich selbst auf einem Eimer mit zwei (Bio)Möhren im Takt zu begleiten. Hier und da ein bisschen Werbung in eigener Sache mit dem Blog-Tagebuch eines weiblichen Säuglings namens Mia, „Fuck the Möhrchen“, und den Einblicken in ein biologisch geprägtes Familienleben, noch schnell ein Lied über die „Bundesgartenschau“ mit Selbstbegleitung durch Boomwhackers – und schon war er vorbei, der Abend, der den Saison-Auftakt der Bistro K.-Reihe bedeutete. - rudi

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare