„Two Much“ kehrt nach zweijähriger Pause zurück

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Die Band Two Much tritt nach zweijähriger Pause erstmals wieder auf.

Lüdenscheid - Zwei Jahre lang haben "Two Much" pausiert. Nun kehrt die Lüdenscheider Band wieder zurück und tritt bei Dahlmann auf. Mehr zur Geschickte und zum Comeback von "Two Much".

1986 begann die Geschichte der Lüdenscheider Band „Two Much“, damals allerdings noch als Duo. Jochen Jandeck (Gitarre, Gesang) und Felix Schubert (Schlagzeug, Gesang) zogen gemeinsam durchs Land und spielten, ganz ohne Elektronik-Schnick-Schnack, Oldies und Hits der 50er- bis 80er-Jahre. Später war die Combo als Quartett unterwegs und aus der heimischen Musikszene nicht mehr wegzudenken. Nach zweijähriger Pause tritt „Two Much“ nun am 2. Weihnachtsfeiertag ab 20 Uhr bei Dahlmann auf.

Um ihren Fans eine gute Performance zu bieten, stehen die Musiker wieder regelmäßig im Studio und lassen ihre bewegte Bandgeschichte Revue passieren. „Felix Schubert und ich haben uns bei der Arbeit kennengelernt und waren vorher in unterschiedlichen Konstellationen musikalisch unterwegs, ich selbst schon seit den 60er-Jahren“, erinnert sich Jochen Jandeck. Volker Nietsch, der später bei „Two Much“ den Bass spielen sollte, kannte Jandeck seit längerer Zeit privat. Zunächst half Nietsch dem Duo dabei, bei Konzerten das Equipment auf- und abzubauen. „Er war sozusagen unser Roadie“, erinnert sich Jandeck schmunzelnd. Nietsch ergänzt: „Als mich Jochen gefragt hat, ob ich nicht bei ‘Two Much’ den Bass spielen wollte, hatte ich ein Problem: Ich konnte überhaupt nicht Bass spielen.“

„Ich hatte vorher nur etwas Gitarre und Mundharmonika zu Hause gespielt“, meint Nietsch. „Den Bass habe ich mir dann selbst beigebracht oder von Musikerkollegen abgeschaut.“ Den vierten Musiker im Bunde, Thomas „Bonzetti“ Werland, brachte wiederum Volker Nietsch mit. Beide waren schon länger miteinander befreundet und spielten im Posaunenchor. So kam die Combo auch schnell zu einem Lead-Gitarristen.

Bald hatte „Two Much“ in Lüdenscheid und Umgebung riesigen Erfolg. „Es gab Tage, da haben wir sogar Doppelvorstellungen gespielt“, erinnert sich Jandeck. Darunter waren zahlreiche große und gut frequentierte Gigs, unter anderem die Veranstaltung „Rosenmontag in Pappnasen“ im Friedrichshof, an die sich viele Lüdenscheider noch gerne erinnern. Sogar weit entfernt von der Bergstadt machte „Two Much“ von sich reden. „Unter anderem haben wir in Frankfurt ein Konzert für den Karikaturisten Uli Stein gegeben und sind bei einem Event im ostfriesischen Neuharlingersiel erfolgreich aufgetreten“, erzählt Nietsch. Sogar für einen Geburtstag auf einem Rheindampfer wurden die vier Musiker gebucht – ebenfalls ein ganz besonderes Erlebnis.

Ihren Proberaum hatten die Freunde lange in Halver bei ihrem musikalischen Begleiter Siegfried „Sigi“ Schmidthaus im Keller. „Kurz vor Sigis Tod in diesem Jahr haben wir den Probenraum gewechselt“, sagt Jochen Jandeck. Die Musiker werden ihr Konzert bei Dahlmann Sigi, ihrem verstorbenen Freund und Förderer, widmen.

Die künstlerische Pause hatten die Musiker eingelegt, weil die Nachfrage nach Auftritten geringer wurde. „Wenn gecovert wurde, waren auf einmal nur noch die Tribute-Formationen gefragt, die sich verkleiden und die Bands, deren Stücke sie spielen, auch optisch imitieren“, meint Jochen Jandeck. „Aber das ist unsere Sache nicht, wir wollen uns nicht verbiegen und unseren eigenen Stil in die Songs einbringen.“

Trotz aller Leidenschaft für die Musik und des nicht unbeträchtlichen Erfolges verspürten die vier Freunde nie den Drang, hauptberuflich als Musiker Karriere zu machen. „Wir haben das immer nur als Ausgleich und Erholung von unseren Jobs gesehen, nicht mehr, aber auch nicht weniger“, betont Nietsch. Obwohl nach dem Dahlmann-Gig erst mal keine weiteren Auftritte geplant sind, betrachten die Musiker ihre Wiederkehr auf die Bühne nicht als Abschiedskonzert. „Schauen wir mal, wie die Nachfrage ist – wenn uns die Leute sehen und die Veranstalter buchen wollen, machen wir weiter.“  

Björn Othlinghaus

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