Bananenschale wegwerfen 25 Euro: Härtere Strafen für Müllsünder

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Symbolfoto

Lüdenscheid – Ab Mai drohen Müllsündern härtere Strafen: auch fürs Wegwerfen eines Taschentuchs, einer Zigarettenschachtel oder Bananenschale.

Nachdem SPD und CDU entsprechende Anträge gestellt hatten (wir berichteten), stimmte der Rat bei drei Gegenstimmen in seiner jüngsten Sitzung für eine Überarbeitung des Bußgeldkatalogs der Stadt Lüdenscheid. 

Danach soll der nordrhein-westfälische Bußgeldkatalog – wie bereits in der Stadt Essen umgesetzt – ab Mai vollumfänglich ausgeschöpft werden. Die überarbeitete Version wird veröffentlicht. 

Taschentuch wegwerfen: 25 Euro

Ein Beispiel: Wer etwa ein Taschentuch oder eine Bananenschale achtlos auf den Gehweg wirft, musste bislang mit einer Strafe im Rahmen von 10 bis 25 Euro rechnen. Ab Mai soll in Lüdenscheid stets das Höchstmaß gelten: also 25 Euro. 

Der höhere Bußgeldrahmen gelte insbesondere für das unzulässige Entsorgen von Müll und Unrat. Jens Holzrichter (FDP) bemängelte, dass das in den meisten Fällen nicht einfach so durchsetzbar sei und besser ein anderer Weg gefunden werden sollte. 

"Klares Signal"

Auch die Verwaltungsspitze hatte bereits angemerkt, dass nicht „per se die jeweilige Höchststrafe des Landesbußgeldkatalogs verhangen werden“ könne – möglicherweise habe sie nach einer juristischen Prüfung keinen Bestand. 

Doch mit der Überarbeitung wolle man „die Grundlage dafür schaffen, ein für die Umweltverstöße in der Höhe angemessenes Bußgeld zu verhängen“, begründete die SPD. Die CDU erklärte: „Damit soll ein klares Signal gesendet werden, mit welchen Strafen Täter grundsätzlich zu rechnen haben.“

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