1. come-on.de
  2. Lüdenscheid

Ballettschule Klüttermann begeistert mit zwei großen Gala-Abenden

Erstellt:

Von: Thomas Krumm

Kommentare

Ballett Klüttermann Kulturhaus
Klassisches Ballett stand im ersten Teil des Abends auf dem Programm. © Thomas Krumm

Mit zwei großen Gala-Abenden im gut gefüllten Kulturhaus hat sich die Ballettschule Klüttermann nach dem Ende der ärgsten Einschränkungen durch die Corona-Pandemie erneut eindrucksvoll zurückgemeldet. Dabei wurde deutlich, dass die Ballettarbeit nicht nur irgendwie, sondern so kreativ und fröhlich wie möglich weitergegangen ist.

Lüdenscheid - Erstmals ergriff Manuela Klüttermann zu Beginn der Veranstaltung das Wort, sprach von einer Zeitenwende und blickte zurück auf die schwierige Zeit mit all ihren Kontakteinschränkungen. Ballettunterricht über Zoom-Konferenzen und Schülerinnen, die geeignete Räumlichkeiten daheim mit den nötigen Accessoires versahen, ermöglichten die Fortsetzung des Trainings. Nicht alle seien unter diesen Bedingungen dabeigeblieben, erinnerte sich Manuela Klüttermann.

Der erste Teil des Programms war der Eleganz des klassischen Balletts gewidmet – mit entsprechender Musik, gerne im Dreivierteltakt, Tütüs und luftigen Ballettkleidern. Das war wunderbar anzusehen und wurde von den Besuchern besonders bei den allerjüngsten, also mutigsten Tänzerinnen mit kräftigem Beifall gewürdigt.

Zwischen den beiden großen Blöcken des Programms meldete sich auch Heidi Klüttermann zu Wort und dankte allen 18 Schülerinnen, die seit vielen Jahren der Ballettschule treu sind. Die Glückwünsche an die Jubilare verteilten sich auf beide Gala-Abende.

Ballett Klüttermann Kulturhaus
Als Reaktion auf die Einschränkungen durch die Pandemie entwickelten die Ballett-Schülerinnen eine eigene Corona-Choreographie, in der es nach fröhlichem Beginn um den Kampf gegen Vereinzelung und Einsamkeit ging. © Thomas Krumm

Vor dem zweiten Teil des Programms kehrte Manuela Klüttermann noch einmal zum Thema „Corona“ zurück: „Wir hatten den Eindruck, dass wir das Thema der Pandemie nicht links liegen lassen dürfen. Ich bin sehr stolz, was diese Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in den vergangenen Wochen geleistet haben.“ Gemeinsam hatten sie eine beeindruckende Choreografie entwickelt, die sie zu Beginn des „modernen“ Teils der Gala zeigten: Aus einem fröhlichen und bunten Reigen entwickelte sich eine zunehmende Isolation mit immer mehr Distanz, aber auch mit vielen Anläufen, diese zu überwinden. Gesten deuteten die Ankunft des Mundschutzes für alle an. Immer wieder gingen die Tänzerinnen schlicht und einfach zu Boden.

 Ich bin sehr stolz, was diese Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in den vergangenen Wochen geleistet haben.

Manuela Klüttermann

Solche Niedergeschlagenheit hatte aber nicht das letzte Wort: In vielen Auftritten mit immer neuen Besetzungen feierten die Ballettschülerinnen der unterschiedlichen Altersstufen in der Folge dann den Reiz und die Schönheit modernen Tanzes und der kunstvoll koordinierten tänzerischen Präsenz. Auch Manuela Klüttermann stand höchstpersönlich mit ihrer Flamenco-Gruppe auf der Bühne.

Das Publikum bedankte sich für den wunderschönen Ballettabend mit langem Applaus und „Standing Ovations“, bevor die Bitte um eine „Zugabe“ zweifach erhört wurde. Im doppelten Finale erklang der schöne Rausschmeißer „There’s no business like showbusiness“, dessen tiefe Wahrheit sich erneut gezeigt hatte.

Auch interessant

Kommentare