Blitzer: Stadt fragt Polizei

Blitzer sollen künftig auch an ungewohnten Stellen stehen.

LÜDENSCHEID ▪ Die Stadt Lüdenscheid will sich bei neuen Vorgaben der Landesregierung auch mit ihrem Radarwagen an Kontrollen beteiligen, die künftig von den Kommunen etwa an Schulwegen oder „Raserstrecken“ postiert werden können.

Das erklärte der zuständige Fachbereichsleiter Wolff-Dieter Theissen gestern auf Anfrage. Bisher gebe es in Lüdenscheid mehr als 60 Kontrollpunkte, die jeweils in Abstimmung mit der Polizei ausgewählt und besetzt werden, sagte Theissen.

So würde man auch verfahren, wenn die Ankündigung des NRW-Innen- und Kommunalministers Ralf Jäger umgesetzt wird. Jäger hatte im Vorfeld des vierten NRW-Blitzmarathons am 4. Juni mit landesweit verstärkten Tempokontrollen erklärt, dass Städte und Gemeinden im kommenden Sommer die Möglichkeit erhalten sollen, auch außerhalb der bisher immer festgelegten Bereiche zu „blitzen“.

Daraufhin hatte es Kritik gegeben, wonach die Kommunen so ihre klammen Kassen füllen könnten. Diese Vermutungen wies Theissen zurück. „Nochmals: Die Absprache mit der Polizei bietet die Gewähr, dass wir tatsächlich nur an verkehrlich relevanten Punkten kontrollieren.“

Anders als früher werde indes nicht mehr nur aus dem inzwischen stadtbekannten Fahrzeug heraus geblitzt – das Radar werde stattdessen einige Meter davon entfernt aufgebaut. Neben dem städtischen Auto gibt es je eines von Kreis und Polizei. ▪ Thomas Hagemann

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