Am Bahnhofs-Bau alle Signale wieder auf Anfang

Der geplante Klotz-Bau am Gleis (im Bild rechts oben, im Vordergrund die für September geplante Licht-Stele) kommt vorerst nicht zum Zuge. Es soll eine neue Ausschreibung geben.

LÜDENSCHEID - Das Gebäude Bahnhofsallee 1, bisher nach seinem Planer als „Klotz-Bau“ bekannt, soll von der Stadt nach LN-Informationen ganz neu ausgeschrieben werden. Dies, nachdem der Lüdenscheider Investor Roland Rothmann eine Verlängerung seines Erstzugriffrechtes um ein halbes Jahr erwirken wollte. Ursprünglich war der Baubeginn im Oktober geplant, die Fertigstellung im Herbst 2011.

Im nichtöffentlichen Teil des jüngsten Planungsausschusses wies die Politik Rothmanns Ansinnen zurück: Die Stadt will, dass das Gebäude, das im Erdgeschoss auf 100 Quadratmetern auch ein öffentliches WC sowie einen Warteraum für Reisende aufweisen soll, so bald wie möglich steht. Und: Es soll unterdessen Anfragen von anderen interessierten Investoren geben. Doch auch Rothmann und Architekt Klotz können im Rennen bleiben – was sie, wie Rothmann auf Anfrage gestern bestätigte, angesichts ihrer fertigen Planung auch wollen.

Als Begründung für den gewünschten Aufschub nannte Rothmann die Unsicherheiten, die es im Baugebiet angesichts der weiterhin unklaren Höhe der Landesförderung für das 24,5-Millionen-Projekt der „Denkfabrik“ im Rahmen des Programms „Regionale 2013“ gibt. „Diese Unwägbarkeiten sorgen für Unsicherheiten auch bei potenziellen Nutzern“, erklärte der heimische Investor. Eine Immobilie müsse aber „aus sich selbst heraus leben können“. Deshalb habe er die Stadt gebeten, seine Grundstücks-Option zu verlängern – wobei man „Gewehr bei Fuß“ stünde, so bald klar sei, ob und wie es mit dem geplanten Bildungsstandort am Bahnhof weitergeht.

Doch die Planungs-Politiker akzeptierten diese Argumente nicht. In der Konsequenz dürfte ihr Nein jetzt auf eine neuerliche Ausschreibung hinauslaufen. Die müsste angesichts des Fertigstellungsziels sehr bald erfolgen – die Signale am Bahnhof stehen also wieder auf Anfang.

Bereits vor einigen Wochen hatte sich Rothmann irritiert gezeigt, als die Düsseldorfer Firma RMA den Baubeginn für ein Ärztehaus an der Bahnhofsallee fast zeitgleich mit dem vorgesehenen ersten Spatenstich für den Klotz-Bau ankündigte. Angesichts der neuen Situation werde er sich mit seinem Projekt indes erneut in den Wettbewerb begeben: „Wir haben uns im Vorfeld eingebracht und erheblich investiert“, gibt Rothmann sein Bahnhofs-Projekt längst nicht verloren.

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