Bagger machen Platz fürs Sozialwerk St. Georg

Es tut sich was: Seit Montag sind die Bagger an der Kölner Straße, unterhalb des Kaufparks, aktiv. Dort entsteht das neue Sozialwerk St. Georg. ▪ Weber

LÜDENSCHEID ▪ An der Kölner Straße tut sich was: Jetzt haben die Abrissarbeiten am leerstehenden Haus Nummer 96, unterhalb der Kaufpark-Filiale, begonnen. Auch am Dienstag waren die Bagger dort aktiv. Sie machen Platz für das geplante Sozialwerk St. Georg.

Wenn alles glatt geht, soll im kommenden Frühjahr mit den Arbeiten für den Neubau begonnen werden. Das bestätigte Petra Sapp, Geschäftsführerin der Sozialwerk St. Georg Bauen und Wohnen GmbH, gestern auf Anfrage der Lüdenscheider Nachrichten. Bis Ende Dezember soll aber zunächst der Abriss über die Bühne gegangen sein. „Dann ist alles gut vorbereitet und es kann nach dem Winter direkt losgehen“, sagt Sapp.

Für das 2,5 Millionen Euro teure Projekt ist eine Bauzeit von 15 Monaten eingeplant. Auf drei Ebenen soll an der Kölner Straße das neue Sozialwerk entstehen – auf einer Grundstücksfläche von 6000 Quadratmetern. Es soll 24 Plätze für junge Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten sowie für Menschen mit Persönlichkeitsstörungen bieten. In der unteren Etage wird die Verwaltung untergebracht, auf den beiden darüber liegenden Ebenen die 24 Plätze, die in sechs Wohngruppen unterteilt sind.

Die Nachbarschaft an der Kölner Straße ist bereits im Juli im Rahmen einer Bürgeranhörung über den Bau des Sozialwerks informiert worden. Damals konnten sämtliche Zweifel zerstreut werden. Die Nachbarn sollen übrigens beständig auf dem Laufenden gehalten werden und auch zum Richt- und später zum Einweihungsfest eingeladen werden.

Die Einrichtung versteht sich als Angebot für den gesamten Märkischen Kreis sowie für die angrenzenden Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe. Bereits seit 1990 werden im Geschäftsbereich Westfalen-Süd junge psychisch kranke Menschen betreut.

Das Sozialwerk St. Georg beschäftigt nach eigenen Angaben 2500 Mitarbeiter, die in circa 400 Betreuungsverhältnissen rund 3500 Klienten ambulant, teilstationär und stationär bertreuen. Es unterhält derzeit 53 Heimstandorte und 33 ambulante Anlaufstellen.

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