Abfrage des Ministeriums

Babys mit Missbildungen an der Hand: Vier Fälle in Lüdenscheid und Iserlohn

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Baby mit Fehlbildungen (Symbolbild)

Lüdenscheid –Auch im Märkischen Kreis sind in den vergangenen drei Jahren Babys mit Handfehlbildungen geboren worden. Das ergab eine Abfrage des NRW-Gesundheitsministeriums in Krankenhäusern mit geburtshilflichen Abteilungen. 

Demnach wurde 2017 und 2019 jeweils ein Kind mit Fehlbildungen der oberen Extremitäten in Lüdenscheid geboren. Zudem gab es zwei Fälle 2017 in Iserlohn. 

Zwei Säuglinge kamen in der Berglandklinik in Lüdenscheid zur Welt. Dort wurden in dem Zeitraum insgesamt 1.414 Babys entbunden. Die Klinik bestätigte, dass sie zwei Fälle von Handfehlbildungen in ihrer Dokumentation gefunden habe. Sie wies darauf hin, dass solche Fehlbildungen bei Ultraschalluntersuchungen nicht festgestellt werden könnten. Zuvor hatte die Berglandklinik angegeben, dass es keine solchen Fälle gebe.

Das Klinikum Lüdenscheid meldete dem Ministerium keine Kinder mit Handfehlbildungen. Gegenüber unserer Zeitung hatte das Klinikum Hellersen angegeben, dass es in den vergangenen Jahren keine Fälle gegeben habe. Das gilt auch für das Krankenhaus in Attendorn, dessen Einzugsbereich sich bis in den Märkischen Kreis reicht. 

Im Krankenhaus Bethanien in Iserlohn gab es nach Angaben aus dem Ministerium zwei Fälle von Handfehlbildungen. 

Hier geht es zur Liste aller Krankenhäuser

Im Sankt-Marien-Hospital in Gelsenkirchen-Buer waren zuletzt innerhalb weniger Wochen drei Säuglinge mit Handfehlbildungen geboren worden. Daraufhin hatte das NRW-Gesundheitsministerium in einer Abfrage bei sämtlichen Krankenhäusern mit Geburtsabteilungen und bei Ärztekammern ermittelt, ob dort in der Vergangenheit ähnliche Fehlbildungen aufgetreten sind.

In den vergangenen drei Jahren wurden in NRW laut Gesundheitsministerium insgesamt 197 Fehlbildungen der oberen Extremitäten bei Säuglingen gemeldet. Darunter waren neben Handfehlbildungen auch Fälle mit Vielfingringkeit, sogenannte Polydaktylien. Alleine in diesem Jahr wurden landesweit bereits 61 Säuglinge mit Fehlbildungen geboren. Laumann kündigte an, er werde die Rückmeldungen jetzt "tiefergehend analysieren" lassen, um mögliche Gründe für eine Häufigkeiten solcher Fehlbildungen herauszufinden.

(mit Material von dpa)

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