B 54-Baustelle: Umsatzeinbruch für Metzgerei Fuchs

Monika und Wolfgang Fuchs müssen derzeit starke Umsatzeinbußen wegen der Baustelle auf der B 54 verkraften.

Lüdenscheid - Zwischen 300 und 500 Euro Umsatzeinbußen pro Tag beklagt derzeit die Metzgerei Fuchs an der B 54. „Wir sind auf Laufkundschaft angewiesen“, sagen Monika und Wolfgang Fuchs, „und die wird uns durch die Baustelle in Bollwerk und die damit verbundene Vollsperrung genommen.“

Der beliebte Mittagstisch ist geradezu verwaist. Firmen aus Kierspe, eigentlich Dauerkunden, scheuen den bis zu 30 Kilometer großen Umweg, der durch die Vollsperrung notwendig wäre, um die Metzgerei an der Ahelle zu erreichen. „Wir haben mittlerweile schon weniger Personal bestellt, weil sich das nicht rechnet.“ Nach Mittag sei es noch schlimmer. „Wir haben halt mehr Lauf- als Stammkundschaft“, sagt Monika Fuchs. Als die Strecke in Oberbrügge lange gesperrt gewesen sei, sei der Umsatzeinbruch nicht so hoch gewesen.

Ehepaar Fuchs kann nicht verstehen, warum es nicht eine ampelgesteuerte, einspurige Befahrbarkeit der Baustelle gibt. „Es können doch auch Anwohner die Baustelle passieren oder Linienbusse. Das müsste doch zu machen sein“, fragen sie sich.

Doch Michael Overmeyer, Pressesprecher des bauausführenden Landesbetriebs Straßen. NRW macht dem gebeutelten Geschäftsleuten keine Hoffnung: „Wir müssen dort sehr tief in den Untergrund. Die Baufahrzeuge verkehren in dem tiefen Aushubbereich, müssen dort ein- und ausfahren. Mit den Linienbussen lässt sich das abstimmen. Sie verkehren zu festen Zeiten. Auch bei den Anwohnern ist das nicht einfach. Manchmal hängen sich da andere Verkehrsteilnehmer dran und dann wird’s schnell chaotisch. Kurzum: An einer Vollsperrung geht an dieser Baustelle kein Weg vorbei.“

Das werde auch beim zweiten Bauabschnitt, der – sollte der Winter nicht zu streng und lang werden – im März 2016 beginnt – so sein. „Dort liegen zwar keine Versorgungsleitungen. Wir müssen auch da aber wieder tief ins Erdreich.“ Für fünf bis sechs Wochen wird die B 54 in diesem Bereich also dann erneut komplett gesperrt.

Keine guten Aussichten für die Metzgerei Fuchs. Ein vorläufiges Ende ist aber in Sicht: Ende November soll der 1. Bauabschnitt abgeschlossen sein.

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