Das Azubi-Ticket kommt 2019 im Märkischen Kreis

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Freie Fahrt fürs Azubi-Ticket, das im nächsten Jahr auch in dieser Region eingeführt wird.

Märkischer Kreis - Das Azubi-Ticket wird kommen! Ab wann genau die Lehrlinge im Märkischen Kreis in den Vorzug des vergünstigten Fahrens kommen, ist noch nicht klar. Aber lange soll das Warten nicht dauern.

Ein genaues Datum könne noch nicht gesagt werden. „Klar ist aber, dass wir hier nachziehen müssen“, unterstrich Uli Beele, Pressesprecher des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL).

Nordrhein-Westfalen ist in drei Verkehrsräume aufgeteilt: der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und der NWL, zu dem auch die Märkische Verkehrsgesellschaft gehört. Der NWL reicht vom Kreis Siegen-Wittgenstein im Süden bis zum Kreis Minden-Lübbecke im Norden. Während die beiden Nachbarn den Auszubildenden bereits einen speziellen Tarif anbieten, klafft im westfälisch-lippischen Raum noch eine Angebotslücke. 

Gewerkschaften, SPD, Grüne und Linke drängten immer wieder auf Änderungen. Der etwas zähe Verlauf sei auf die Einführung des gesamt-westfälischen Nahverkehrstarifs im vergangenen Jahr zurückzuführen, sagte Beele. „Das muss in einem so großen Verkehrsgebiet noch einrütteln.“

Verbilligtes Fahren für Auzubildende

Deshalb stelle sich die Ausgangslage auch etwas schwieriger dar als im Rheinland oder im Ruhrgebiet. Doch jetzt stünden alle Zeichen auf Grün. Das habe bereits der Gutachter durchblicken lassen, der für den NWL die Rahmenbedingungen für ein Azubi-Ticket prüfe. Die Expertise sollte zwar schon vorliegen, wird jetzt aber erst im Dezember veröffentlicht. „Es geht jetzt nur noch um einige Details, nicht mehr um das Grundsätzliche.“ 

Voraussichtlich werde das hier angebotene Azubi-Ticket etwas teurer als in den Nachbarregionen. „In den Ballungsräumen haben wir eine andere Nachfragestruktur als in unserer räumlichen Ausdehnung. Das spielt bei der Preisfindung natürlich eine Rolle.“ Mit der Vorlage des Gutachtens werde auch die Kostenstruktur klar sein.

Unter den NWL-Mitgliedern sei in der Diskussion erneut die Forderung nach einem landesweit einheitlichen Azubi-Ticket laut geworden. Das setze aber noch weiterführende Abstimmungsgespräche voraus, erklärte Beele. „Jetzt geht es darum, etwas für die Region und die Betroffenen zu machen.“ Denn die Nachfrage steige. Die Mobilitätsströme mit dem Nahverkehr gingen weiter nach oben.

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