Awo-Streik: „Angebot nicht verhandlungsfähig“

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Awo-Mitarbeiter aus dem Märkischen Kreis beteiligten sich am Freitagmorgen an dem Warnstreik und trafen sich am Lüdenscheider Bahnhof, um zur Kundgebung nach Bochum zu fahren.

Lüdenscheid - Auch nach der zweiten Runde der Tarifverhandlungen zwischen dem Arbeitgeber Arbeiterwohlfahrt (Awo) und der Gewerkschaft ver.di zeichnet sich im Tarifkonflikt kein Ergebnis ab. Deshalb machten am Freitag Beschäftigte aus dem Märkischen Kreis mit einem Warnstreik vor der dritten Runde am 28. Oktober noch einmal Druck.

Mit einem Bus ging es vom Lüdenscheider Bahnhof aus zur zentralen Demonstration nach Bochum. „Das bisher vorgelegte Angebot ist nicht verhandlungsfähig“, sind sich alle einig. Die Tariferhöhung sei viel zu gering. Ginge es nach dem Arbeitgeber, würde das Einkommen der Beschäftigen laut ver.di nur um 2,3 Prozent steigen, in den Kindertagesstätten sogar nur um 1,9 Prozent. „Die Spaltung zwischen Beschäftigten in Kitas und allen anderen Awo-Beschäftigen lehnen wir ab. Kein Sockelbetrag, keine freien Tage für ver.di-Mitglieder, zu geringe Erhöhung für Auszubildende. So geht das nicht.“

Die Gewerkschaft fordert für die ingesamt 36 000 Tarifbeschäftigten eine Erhöhung der monatlichen Einkommen um einen Sockelbetrag von 100 Euro, zuzüglich 3,5 Prozent mehr Lohn, die Erhöhung der Vergütungen für Auszubildende um 100 Euro sowie einen Tag mehr Urlaub. Ver.di orientiert sich an den Bedingungen im öffentlichen Dienst, in dem es Anfang März drei Prozent mehr Lohn gab und mindestens 90 Euro. Im nächsten Jahr kommen 2,4 Prozent hinzu. „Da wollen wir dran bleiben.“ In den vom Warnstreik betroffenen Einrichtungen im Märkischen Kreis waren Notdienste eingerichtet. - my

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