Ein Autor für die Kunst

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Dieses Foto entstand 2004 bei der Präsentation des Buches „Macht fort! – Das Spiel kann beginnen“ in der Burg Holtzbrinck. Es zeigt Helmut Pahl und den damaligen Kreisdirektor Michael Rolland im Kreise von acht der Sänger und Sängerinnen, deren Lebensläufe Pahl in seinem Buch beschrieben hat. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Im Heft 9 der Zeitschrift „Der Märker“ erschien im September 1961 eine kleine Abhandlung unter dem Titel „St. Medardus – Der Wappenheilige der Stadt Lüdenscheid“. Der Autor war Helmut Pahl und dieser kleine Aufsatz war die erste Publikation des damals 23-jährigen.

Inzwischen sind ziemlich genau 50 Jahre vergangen – und die Liste der Veröffentlichungen von Helmut Pahl hat eine beachtliche Länge erreicht. Der Lüdenscheider hat sich einen Namen als Kunst- und Kulturkenner der Stadt gemacht und seine Aufsätze, Artikel und Bücher dienen vor allen einem Anliegen: Denjenigen Wertschätzung entgegenzubringen, die das kulturelle Leben der Stadt bereichert haben. Dazu zählen auch die, die als gebürtige Lüdenscheider als Künstler erfolgreich waren und sind. Dabei hat Pahl auch den gesamten Kreis im Blick. So beispielsweise mit einem Werk aus dem Jahr 2004: „Macht fort! – Das Spiel kann beginnen“ über Opernsänger aus dem Märkischen Kreis

Wer im Stadtarchiv stöbert, findet einige Berichte und Rezensionen zu seinen Arbeiten. Vielfach besprochen und gelobt, auch über Lüdenscheids Grenzen hinaus, wurde beispielsweise die „Geschichte des Lüdenscheider Stadttheaters 1897 –1913“ aus dem Jahr 1980. Inzwischen gibt es ein zweites Buch „Lünsche geht ins Theater – woll?“, das Pahl gemeinsam mit Rudolf Sparing über die Lüdenscheider Theatergeschichte ab 1945 veröffentlicht hat. Nicht vergessen werden dürfen die „Lüdenscheider Künstlerporträts“ und die „Lüdenscheider Köpfe des kulturellen Lebens von A-Z“ – 177 Kurzbiographien sind darin enthalten. Aber auch mit den Kunstwerken der Stadt hat Pahl sich beschäftigt: „Aus dem Kunstbesitz der Stadt Lüdenscheid“ heißt ein Heft aus dem Jahr 1977. Darüber hinaus gibt es Broschüren über die Plastiken der Stadt. Auch über Grabinschriften und Skulpturen auf Grab- und Gedenkstätten der Region hat Pahl geforscht. Viele Aufsätze in Zeitschriften wie dem „Märker“, „Meinhardus“ oder „Westfalenspiegel“ und auch Artikel in den Tageszeitungen hat Pahl veröffentlicht. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Helmut Pahl steht selbst ungern im Mittelpunkt. Er sagte anlässlich seines 70. Geburtstags: „Ich habe ein ganz kleines Bisschen was für die Kunst getan.“ Dieses „kleine Bisschen“ ist jetzt seit 50 Jahren dokumentiert in seinen Arbeiten – Glückwunsch zum Jubiläum. ▪ gör

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