Konkurrenz ist groß - Kosten auch

Autokino-Betreiber im MK enttäuscht - weil sich Kinogäste so verhalten

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Seit rund einer Woche gibt es das Autokino an der Hohen Steinert.

„Das muss man alles mal abwarten. Nach der Krise kommt die wirtschaftliche Krise“, zieht Parktheater-Chef Robert Schütte nüchtern Bilanz. Nach einer Woche Autokino an der Hohen Steinert müsse sich das Angebot erst einmal herumsprechen.

Lüdenscheid - Und die Konkurrenz schläft nicht: In vielen Städten des Kreises eröffnen derzeit Autokinos. Von Tag zu Tag kämen mehr Besucher zur Hohen Steinert. „Wir haben ja schließlich ziemlich spontan aufgemacht. Bei der ,Eiskönigin’ waren das 40 Leute, das ist schon in Ordnung.“ Erschwerend käme hinzu, dass die Filmverleiher viel Geld in die Produktionen neuer Filme gesteckt haben und man an diese Filme nicht herankäme. 

Mitunter wandert die Hälfte des Eintrittspreises in die Leihgebühr für einen Disney-Film. „Wir lassen das Autokino erst mal aufgebaut“, sagt Schütte, dessen einzige Einnahmequelle derzeit Autokino-Tickets und cineastische Snacks sind. 

Dass sich manche Besucher auf dem Weg ins Autokino im nahe gelegenen Schnellrestaurant oder im Supermarkt mit Leckereien versorgen, anstatt das Kino zu unterstützen, sieht er mit Missfallen.

Autokino in Lüdenscheid: "Reich werden wir nicht"

Immerhin ist der Betrieb des Autokinos nichts, was man mal eben nebenbei macht. Der Schützenverein will Platzmiete, die Leinwand muss bezahlt werden, Strom, Wasser und die Leihgebühr für die Filme.

„Reich werden wir mit dem Autokino nicht. In anderen Kommunen stehen die Plätze kostenlos zur Verfügung. In Neheim macht jetzt ein Autokino auf, da übernimmt die Stadt zum Beispiel die Strom- und Wasserkosten.“ 

Hier geht es direkt zum Autokino-Programm in Lüdenscheid

Unter der Einhaltung der Vorschriften sei die Nutzung der Leinwand auch für andere Veranstaltungen möglich. Kirchengemeinden hätten bereits für Gottesdienste angefragt, bei denen die Besucher im Auto bleiben und der Ton über das Autoradio übertragen wird.

Autokino in Lüdenscheid: Gottesdienste und Konzerte möglich

Schütte: „Aber das kostet halt Geld. Da muss ja dann ein auswärtiger Techniker kommen, da werden Kameras aufgestellt. Allein die Veranstaltungsfirma hat hier Equipment für 150.000 Euro stehen. Das will ja alles bezahlt sein.“ 

Grundsätzlich seien sogar Konzerte möglich, wenn man sich über Termine einig werden kann: „Samstagabends zur Prime-Time zum Beispiel läuft definitiv ein Kinofilm.“

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