Autofahrerin aus Lüdenscheid ärgert sich

Parken nach dem Prinzip "Mir doch egal!"

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Die Polizei verweist auf das städtische Rechts- und Ordnungsamt, die Stadtverwaltung hält einzig den Betreiber der Tiefgarage unterm Stern-Center für zuständig, gegen rüpelhaftes Parken einzuschreiten.

Lüdenscheid - Die Stadt ist proppevoll, Parkraum ist gerade in der Vorweihnachtszeit ein knappes Gut. Umso ärgerlicher, wenn rücksichtslose Autofahrer nach dem Prinzip „Mir doch egal!“ parken.

Eine Dreistigkeit der besonderen Art hat LN-Leserin Jutta Ott erlebt, die im Parkhaus unterm Stern-Center eine freie Box suchte – und einen Mercedes auf zwei Stellplätzen fand. 

Doch beim Personal der Tiefgarage, die von der Firma Contipark betrieben wird, biss die Autofahrerin auf Granit. „Der Parkhauswächter sagte, dass viele Beschwerden eingegangen seien, er aber nichts dagegen unternehmen könnte.“ 

Polizeisprecher Marcel Dilling sieht in einem solchen Fall einen Verstoß gegen Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung (StVo). Darin ist von ständiger Vorsicht und gegenseitiger Rücksicht die Rede. 

Die StVo gilt auch im privat betriebenen Parkhaus, das für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Doch in Angelegenheiten des ruhenden Verkehrs verweist die Polizei auf die Zuständigkeit des Rechts- und Ordnungsamtes. 

Stadt-Pressesprecher Wolfgang Löhn winkt ebenso ab. Es handle sich zwar um einen Verstoß gegen die StVo, „aber vorrangig sind hier die Bestimmungen des Betreibers“. Nur der könne in seinem Parkhaus einschreiten. 

Löhn: „Das Rechts- und Ordnungsamt tritt hier nicht in Aktion.“

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