Lüdenscheid setzt neue Maßnahmen um

Autofahrer halten  sich nicht an Tempo 30 vor Kita - trotz Blitzer

Seit Freitag weist eine digitale Hinweistafel die Autofahrer auf der Bahnhofsallee auf ihre Geschwindigkeit hin. Seit Eröffnung des Kindergartens wird Tempo 30 von vielen Autofahrern nicht eingehalten. Die Stadt plant weitere Maßnahmen.

Lüdenscheid – Tempo 30 vor einem Kindergarten? Für viele Autofahrer ist das keine Selbstverständlichkeit – zumindest nicht vor der Awo-Kita „Kinderplanet“ an der Bahnhofsallee in Lüdenscheid.

Die dort durchgeführten Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung waren bislang nur bedingt erfolgreich. Jetzt startet die Stadt einen neuen Versuch. Seit Freitagmorgen weist eine digitale Hinweistafel die Autofahrer stadtauswärts auf ihr Tempo hin. 

Die Messung beginnt rund 50 Meter vor der Einfahrt zum Kindergarten und endet erst beim Passieren der Tafel. Die Autofahrer, die in der Regel abbremsen, können so beobachten, wie sich ihre Geschwindigkeit reduziert. Die Maßnahme war erst am Mittwoch im Bau- und Verkehrsausschuss von Dr. Antje Haider (CDU) angeregt und sofort umgesetzt worden. 

85 Prozent zu schnell unterwegs

Seit Eröffnung der Kita waren viele Autofahrer auf der neuen und gut ausgebauten Straße zu schnell. Die Stadt reagierte mit täglichen Geschwindigkeitskontrollen. Auch das nachträgliche Aufstellen eines zusätzlichen Tempo-30-Schilds sowie von „Spielende-Kinder“-Schildern mit dem Zusatz „Kindergarten“ brachte kaum eine Verbesserung, wie Christian Hayer, Fachdienstleiter Verkehrsplanung bei der Stadt Lüdenscheid, im Ausschuss deutlich machte. 

Eine anschließende Messung habe ergeben, dass sich die Geschwindigkeit nur minimal reduziert hatte. Noch immer fahren 85 Prozent der Autofahrer an dieser Stelle maximal 41 km/h, also deutlich über dem erlaubten Tempo. Die fehlenden 15 Prozent sind teils sogar noch deutlich schneller unterwegs. 

Neben dem Aufstellen der Hinweistafel werden nun die Tempokontrollen intensiviert. In Absprache mit der Polizei soll eine direkte Ansprache der Verkehrssünder erfolgen. Die Stadt will 2020 zudem prüfen, ob Piktogramme auf der Fahrbahn einen spürbaren Effekt auf die Autofahrer haben.

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