Fahrer schwer verletzt

Nach Lkw-Brand auf A45 bei Lüdenscheid-Nord eine Spur frei

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[UPDATE 19.45 Uhr] Lüdenscheid - Gegen 6.15 Uhr verunglückte Freitag Morgen ein 50-jähriger Lkw-Fahrer aus Gerolzhofen mit seinem Fahrzeug auf der A 45 auf der Talbrücke Sterbecke. Der Lastwagen brannte vollständig aus, der Fahrer wurde schwer verletzt. Die A 45 blieb für mehrere Stunden in Richtung Frankfurt voll gesperrt. Mehr als 3000 Verkehrsteilnehmer standen ab Hagen-Süd stundenlang im Stau. Die Statik der Brücke ist nicht gefährdet.

Möglicherweise aus gesundheitlichen Gründen verlor der Lkw-Fahrer Freitag Morgen die Kontrolle über sein Fahrzeug, wie Dieter Storm, Dienstgruppenleiter der Autobahnpolizei Arnsberg, im Gespräch mit unserer Zeitung mitteilte. Der Lastwagen kam daraufhin von der Fahrbahn ab, prallte gegen die rechte Seitenleitplanke und schrammte an dieser mehr als 60 Meter entlang, bevor er zum Stehen kam.

Das Fahrzeug fing daraufhin Feuer. „Der Tank wurde auf der rechten Seite von der Leitplanke aufgerissen und vermutlich entzündete sich der auslaufende Kraftstoff an der heißen Fahrzeugwand“, erklärte Alexander Zimmer, Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Hagen.

Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte die Ladefläche des Lkw bereits vollständig und brennender Diesel-Kraftstoff lief über die Straße in Richtung Mittelleitplanke. Zimmer: „Der Fahrer wurde bei unserem Eintreffen von anderen Verkehrsteilnehmern aus der Führerkabine gezogen und vor dem Lkw abgelegt. Wir haben sofort die Rettung des Fahrers sowie die Löschmaßnahmen eingeleitet.“ Der 50-jährige Fahrer wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Andere Verkehrsteilnehmer wurden nicht verletzt. Den am Fahrzeug entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf rund 100 000 Euro.

Das Hauptaugenmerk der Maßnahmen lag schließlich auf der Brandlöschung. Zimmer: „Aufgrund der statischen Belastung der Brücke musste vermieden werden, dass der Asphalt anfängt zu brennen. Wenn es dazu gekommen wäre, wäre die Brücke wochenlang nicht mehr befahrbar. Es war wichtig, dass wir einen relativ schnellen Löscherfolg hinbekamen. Das ist auch gelungen.“ Problematisch war, dass die Wehr auf der Autobahn keine Löschwasserversorgung hatte. So mussten ständig Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr mit frischem Wasser zur Unfallstelle fahren. Laut Alexander Zimmer ist die Statik der Brücke durch den Brand nicht beeinträchtigt. „Das wird weiter überprüft. Aber es besteht keine Gefahr für den Verkehr.“

LKW-Brand auf der A45 in Höhe Talbrücke Sterbecke

Der rechte Fahrstreifen auf Höhe der Brücke werde aber laut Polizei-Dienstgruppenleiter Dieter Storm noch längerfristig gesperrt bleiben, weil die Abgrenzung stark beschädigt ist. Da darüber hinaus eine große Menge an Betriebsstoffen und Löschwasser in die Kanalisation geriet, mussten Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Dortmund die Leitungen über mehrere Kilometer reinigen.

Nicht nur die Autobahn wurde durch den Brand beschädigt: Die mitgeführte Ware des Lkw-Fahrers – Obst und Nudeln – fing ebenfalls Feuer, fiel größtenteils von der Ladefläche hinter das Fahrzeug und rutschte teilweise auch von der Brücke ins Tal.

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Zu dieser Einsatzstelle wurde zunächst die Löschgruppe Winkeln der Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle alarmiert. „Wir dachten zunächst, dass es sich bei unserem Einsatz um eine Personensuche handelt. Nachdem sich das nicht bestätigte, kontrollierten wir das Wasser des Baches Sterbecke auf Kontaminierung durch das Löschwasser. Das war aber nicht der Fall. Letztlich reinigten die Einsatzkräfte die Asphaltdecke der Straße Worth, die durch die verbrannte und verklebte Ware des Lastwagens verschmutzt war“, erklärte Gemeindebrandinspektor Dirk Kersenbrock. Im Einsatz waren die Löschgruppen Winkeln, Hülscheid und Dahlerbrück.

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