Oedenthaler Straße in Lüdenscheid

Schwerer Unfall im MK: Auto überschlägt sich - Rätseln über die Ursache

Unfall Oedenthaler Straße
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Völlig zerstört wurde das Auto des Fahranfängers.

Auf der Oedenthaler Straße hat sich am Montagabend gegen 22 Uhr ein Auto überschlagen. Dabei wurden der 18-jährige Fahrer leicht und seine 20 Jahre alte Beifahrerin schwer verletzt. 

Lüdenscheid - Am Auto entstand ein Totalschaden. Die Polizei ging zunächst von einem Wildwechsel als Auslöser für das unglückliche Fahrmanöver aus – doch bewiesen ist das noch nicht.

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohner71.911

Schwerer Unfall im MK: Auto überschlägt sich - Rätseln über die Ursache

Die beiden jungen Leute befuhren in einer Kolonne mit mehreren Autos die Oedenthaler Straße von Lüdenscheid in Richtung Volmestraße und passierten zunächst noch das landwirtschaftliche Anwesen, als es in einer engen Rechtskurve zu einem fatalen Fahrmanöver kam: Der Fahranfänger kam mit seinem VW Polo nach links von der Straße ab, geriet in die Böschung und verlor endgültig die Kontrolle über sein Auto. Dieses überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Die beiden Insassen kamen mit Unterstützung von Ersthelfern aus dem Auto heraus.

Die Insassen konnten sich mithilfe von Ersthelfern aus dem Auto befreien.

Der junge Mann gab an, er sei einem Tier, vermutlich einem Reh, ausgewichen, das plötzlich die Straße überquert habe. Für die Polizei durchaus glaubhaft: „Die Autos sind alle hintereinander durch die Kurve gefahren, und der VW war der letzte in der Reihe. Gerast werden die nicht sein“, erklären die Beamten an der Unfallstelle, doch wirklich langsam sei der Fahranfänger sicherlich auch nicht gewesen, denn sonst wäre das Auto kaum auf dem Dach gelandet.

Reh ausgewichen? Unfallursache noch unklar - Wagen wird noch einmal untersucht

Dass Autofahrer versuchen, bei einem Wildwechsel auszuweichen, ist ein häufiger Fehler. So kann es zu wesentlich schlimmeren Unfällen kommen, außerdem ist die Beweisführung schwierig, wenn es am Auto keine Anhaftung des Tieres gibt.

Die Straße blieb längere Zeit voll gesperrt.

Das könnte auch hier ein Problem werden, denn an der Unfallstelle fanden sich keine stichhaltigen Beweise dafür, dass wirklich ein Tier den Unfall auslöste. „Die Front ist total zerstört, da finden wir hier im Dunkeln nichts. Aber bei Tageslicht wird der Wagen noch einmal untersucht“, sagte ein ermittelnder Polizist. Da die Beifahrerin in dem Auto stationär im Krankenhaus verbleiben musste, steht auch eine fahrlässige Körperverletzung im Raum, außerdem würde ein Beweis für den Wildunfall die Abwicklung mit der Versicherung erleichtern. Schließlich sind Wildunfälle durch eine etwaige Teilkasko abgedeckt.

Die beiden aus Lüdenscheid stammenden Insassen kamen nach Untersuchungen durch den Notarzt mit Rettungswagen ins Klinikum Hellersen. Die Oedenthaler Straße musste für die Rettungsmaßnahmen und die Unfallaufnahme voll gesperrt bleiben. Die Polizei schätzt den Sachschaden am völlig zerstörten VW auf 15 000 Euro.

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