Teststationen haben ihre Arbeit aufgenommen

Security bewacht Corona-Drive-ins in Lüdenscheid, Iserlohn und Plettenberg

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Zuerst bekommen die Patienten das Info-Blatt in ihre Autos gereicht.

Märkischer Kreis - Drei Drive-in-Teststationen haben in Lüdenscheid, Iserlohn und Plettenberg die Arbeit aufgenommen. Dadurch soll mehr auf das Coronavirus getestet werden. 

  • Der Märkische Kreis hat drei Drive-in-Testationen in Betrieb genommen
  • Sie befinden sich an geheimer Stelle in Iserlohn, Lüdenscheid und Plettenberg
  • Bis zu 30 Abstriche können hier pro Stunde genommen werden

Bis zu 30 Abstriche pro Stunde wollen die Mitarbeiter des Kreises künftig an jeder derdrei eingerichteten Drive-In-Teststationen nehmen. Voraussetzung für jeden Patienten ist eine Überweisung des Hausarztes.

Im Kampf gegen den Coronavirus verstärkt der Märkische Kreis seine Aktivitäten. In Iserlohn, in Lüdenscheid sowie in Plettenberg haben die drei Drive-In-Stationen ihre Arbeit aufgenommen. Dort wurden auch bereits am ersten Tag die ersten Abstriche genommen – 29 in Lüdenscheid sowie jeweils zwölf in Iserlohn und Plettenberg. Personell besetzt ist jeder Standort mit vier Mitarbeitern des Märkischen Kreises sowie zwei von einem Sicherheitsdienst.

Ganz wichtig: Ohne Überweisung des Hausarztes wird kein Abstrich genommen

Wie bereits mitgeteilt, wird vor Ort kein Abstrich vorgenommen, wenn es keine Überweisung vom jeweiligen Hausarzt gibt. Täglich gehen beim Kreis bis zu 400 dieser hausärztlichen Überweisungen ein. Diese Masse war von den zuletzt vier eingesetzten Fahrern der vom Kreis eingesetzten Mobilen Hilfe nicht mehr abzuarbeiten. 

Es konnten maximal 80 in Quarantäne befindliche Personen angefahren werden. Deshalb wurden drei Container besorgt und drei Teststationen über den Kreis verteilt eingerichtet. Dort können ab sofort an jedem Drive-In bis zu 30 Abstriche pro Stunde vorgenommen werden.

Und so wird es gemacht: Die Ärzte melden ihre Patienten beim Kreis und senden die Überweisung an das Gesundheitsamt. Wichtig: Der Patient braucht sich nicht um die Überweisung zu kümmern. Das regelt der Hausarzt! Der Disponent beim Kreis klärt, ob der Betroffene mit eigenem Fahrzeug zur Testung kommen kann. Hausbesuche sollen die Ausnahme werden. Es wird ein Termin vereinbart und der aktuelle Standort übermittelt. Ein Sicherheitsdienst regelt den Ablauf.

Die Patienten fahren in ihrem Fahrzeug vor und drehen die Scheibe einen Spalt herunter. Sie erhalten ein Infoblatt mit Verhaltensanweisungen zur Quarantäne. In Schutzkleidung kontrollieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises, ob die Daten im Personalausweis mit der vorliegenden ärztlichen Überweisung übereinstimmen. Dann wird der Abstrich genommen. Die Proben werden doppelt eingetütet. 

Patienten müssen anschließend nach Hause fahren und sich in Quarantäne begeben

Das Ganze wird dokumentiert und dann können die Patienten schon wieder nach Hause fahren. Die Proben gehen ins Labor. Bis das Ergebnis vorliegt bleiben die Getesteten in Quarantäne.

Der neue Dienst des Kreises wird positiv aufgenommen. Es gab 90 Prozent Zustimmung bei denjenigen, die einen Termin für ihren Abstrich an einem der drei Drive-Ins bekommen haben. Anders sind die Erfahrungen beim Mobilen Dienst. 

21,5 Prozent der Patienten, die eigentlich in Quarantäne sein müssten, wurden von den Fahrern zu Hause nicht angetroffen. Sie bekamen eine Nachricht in den Briefkasten, bitte bei einer der drei Teststationen vorstellig zu werden.

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