Umzugspläne: Verkehrswacht verunsichert

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Angestammter Sitz der Verkehrswacht: Die alte Kluser Schule soll nun zur Kindertagesstätte werden. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Nach 30 Jahren soll die Verkehrswacht Lüdenscheid ihren gerade neu hergerichteten Standort in der alten Kluser Schule aufgeben, um Platz für mehrere Kita-Gruppen zu machen (die LN berichteten). „Wir waren schon schockiert, als die Stadtverwaltung uns das jetzt mitteilte“, sagte der 1. Vorsitzende Martin Kornau. Man setze jetzt auf konstruktive Vorschläge der Stadt, lautete am Abend das Resumée einer Sitzung des engeren Vorstandes.

Eine Kündigung habe die Verkehrswacht noch nicht erhalten, sagte Kornau. Der Verein mit seinen rund 200 Mitgliedern habe großen Platzbedarf, nicht nur wegen des notwendigen Verkehrsübungsplatzes, der heute unmittelbar hinter der Kluser Schule liegt. Auch eine Werkstatt sowie eine Garage und Platz für Container und Anhänger würden für die vereinseigenen Kettcars, Fahrräder und Mofas gebraucht. Die Fahrzeuge selbst und vieles an Material warteten derzeit noch im Keller der Kluser Schule auf ihre Einsätze.

Dass die Friedensschule, die als neuer Standort im Gespräch ist, für all das die notwendigen Platzreserven hat, ist für Kornau noch nicht erkennbar. „Zumal es sich um eine Schule handelt, die anders als die Kluser Schule im vollen Betrieb steht.“ Für Kornau ist es jedenfalls noch zweifelhaft, ob die Friedensschule tatsächlich als neuer Standort der Verkehrswacht in Frage kommt.

Der Vorstand sei überein gekommen, das Gespräch mit der Stadt zu suchen, die bekanntlich gerade ein neues Gesamtkonzept zur kostenneutralen Unterbringung von Vereinen in stadteigenen Gebäuden strickt. Aus der Kluser Schule weichen sollen mit der Verkehrswacht bekanntlich auch der Schachverein „Königsspringer“ und der Sängerkreis Lüdenscheid. Neue Platzbedarfe machten unterdessen auch der griechische Elternverein für seinen muttersprachlichen Unterricht sowie der Paritätische Wohlfahrtsverband geltend. Auch sie sollen nach Aussage der Stadtverwaltung in dem neuen Konzept berücksichtigt werden. Als weiterer Standort komme für das Konzept das freie Hausmeistergebäude am Bergstadt-Gymnasium in Frage.

Für Kornau bleibt der angesichts der U3-Misere wohl unvermeidliche Auszug der Verkehrswacht jedenfalls eine bittere Angelegenheit: „Im Februar 1982 sind wir in die Kluser Schule eingezogen, und wir haben uns gefreut, dass sie gerade frisch hergerichtet worden ist.“ ▪ Thomas Hagemann

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