Auszeichnung für den Künstler K.T. Neumann

Petra Crone (SPD), Dr. Matthias Heider (CDU) und Johannes Vogel (FDP) überreichten dem 91-Jährigen die Auszeichnung.

LÜDENSCHEID/BERLIN - „Diesen Tag werde ich nicht vergessen.“ Der Künstler K. T. Neumann war am Vormittag in seiner Wohnung in Berlin-Tiergarten sichtlich gerührt, als er die Ehrenplakette und Urkunde der Stadt Lüdenscheid entgegennahm. Petra Crone (SPD), Dr. Matthias Heider (CDU) und Johannes Vogel (FDP) überreichten dem 91-Jährigen die Auszeichnung. Der Rat der Stadt hatte am 12. Juli entschieden, Neumann als Dank und Anerkennung die Plakette zu verleihen, da er sich „um das Wohl und Ansehen der Stadt während seiner künstlerischen Tätigkeit um Lüdenscheid besonders verdient gemacht hat.“

Crone, Heider und Vogel nahmen die Auszeichnung sehr gern vor. Heider: „Da sie nicht nach Lüdenscheid kommen können, fahren wir eben zu Ihnen.“ Welche Zuneigung und Anerkennung ihm die Bürger nach dem Aufruf in den LN zur Vorstellung seiner Werke entgegen gebracht hätten, sei außerordentlich bemerkenswert gewesen, betonte Neumann. „Noch heute sehe ich mir regelmäßig die Zeitungsausschnitte an und freue mich über die starke und positive Resonanz.“

Dass er auch im hohen Alter die Liebe zu seiner Kunst behalten hat, zeigt sein Interesse an der Reparatur der beschädigten Weltzeituhr am Buckesfeld, aus der vier Sternbilder herausgesägt wurden. Zur Rekonstruktion des Werkes fertigte er Zeichnungen und Texte an. „Damit kann ein Metallhandwerker etwas anfangen.“ Die drei Abgeordneten versprachen, sich bei der Stadt für die Wiederherstellung einzusetzen. Über die imposante Schaffenskraft des vitalen Künstlers machten sich die Gäste ein für sie beeindruckendes Bild. Fast auf Schritt und Tritt begegnet der Besucher im Haus, das er mit Tochter und Schwiegersohn bewohnt, sowie im Garten seiner über Jahrzehnte dauernden ideenreichen Schaffenskraft. Noch heute, so Tochter Susanne Zachriat, zeichne er mit Begeisterung.

Nicht nur in Lüdenscheid hat er zahlreiche Spuren hinterlassen, ohne ihn zählte auch ein Objekt in Berlin heute vermutlich nicht zu den beliebtesten Fotomotiven der Touristen aus aller Welt. Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor war bei den Vereinigungsfeiern in der Silvesternacht 1989/1990 schwer beschädigt worden. Die Kupferplastik wurde demontiert und ins Technische Museum gebracht. Dort verfügten die Restauratoren zwar über modernste Geräte, aber eben nicht über alle Kenntnisse, denn die Schweißnähte rissen immer wieder auf. „Bei der Lösung des Problems habe ich gerne geholfen.“ - be

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare