Bislang sah man sie vor allem in der Innenstadt..

Ausweitung der Kontrollen: Politessen auch in Wohngebieten

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Anlieger in den Ortsteilen müssen künftig mit verstärkten Kontrollen rechnen.

Lüdenscheid – Die Stadt Lüdenscheid will die Kontrollen des ruhenden Verkehrs auch auf Wohngebiete ausweiten. Bislang waren Politessen vor allem im Innenstadtbereich auf der Suche nach Parksündern.

Im kommenden Jahr müssen dann auch Bewohner der Orteile mit städtischen Knöllchen rechnen. Um den Mehraufwand stemmen zu können, soll das Personal im Ordnungsamt aufgestockt werden.

Der Rat der Stadt Lüdenscheid hat der Neuschaffung einer Stelle zugestimmt, die sich voraussichtlich zwei Personen teilen werden. Mit den dann zehn Mitarbeitern werden Kontrollen auch in der Fläche möglich, wie Martina von Schaeven, Fachdienstleiterin Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung, gegenüber unserer Zeitung deutlich machte. Dabei gehe es laut von Schaewen aber nicht um „Parkraumbewirtschaftung, sondern um Gefahrenabwehr.“

Hintergrund sind mehrere Vorfälle in den vergangenen Monaten, bei denen Feuerwehr und Rettungsdienst in Lüdenscheid wegen zugeparkter Anliegerstraßen die Brandherde nur mit Verzögerung erreichen konnten. So war im April bei einem Küchenbrand in der Flotowstraße die Zufahrt zu einem Mehrfamilienhaus versperrt. Bei einem Brand im Laubaner Weg im September gab es ebenfalls kein Durchkommen für die Einsatzfahrzeuge. Die Appelle der Stadt, immer eine Durchfahrtsbreite von 3,05 Meter freizuhalten, brachten keinen Erfolg. Mehrere Straßen sind den Rettungskräften als Problemzonen bekannt. Dort werde gerade in den Abendstunden gegen Halteverbote verstoßen. Welche das sind, wollte Martina von Schaewen nicht sagen.

Bislang gelingt es den Behörden-Mitarbeitern im Tagesgeschäft nicht, alle Hinweise auf zugeparkte Straßen abzuarbeiten. Mit dem zusätzlichen Personal will das Ordnungsamt künftig den Beschwerden von Feuerwehr, Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) und Anwohnern zuverlässiger nachgehen. Anlasslose Politessen-Patrouillen wird es laut Ordnungsamts-Chefin Martina von Schaewen in den Wohngebieten der Ortsteile aber nicht geben. Die Kontrollen werden räumlich, nicht aber zeitlich ausgedehnt: Im Sommer endet der Arbeitstag für die Ordnungsamtsmitarbeiter auch weiterhin um 21 Uhr, im Winter um 19 Uhr.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt künftig auch auf der Überwachung des ruhenden Verkehrs während laufender Großveranstaltungen. Deren Zahl habe deutlich zugenommen, hat Ordnungsamtsleiterin von Schaewen beobachtet. Hierfür seien vermehrt Wochenenddienste notwendig, die mit mehr Personal besser bewältigt werden können.

Die Knöllchen-Einnahmen sind im städtischen Haushalt fest eingeplant: So nimmt die Kontroll-Einheit in diesem Jahr durch das Ahnden von Parkverstößen voraussichtlich 437 000 Euro ein.

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