Kein "Mondfieber" mehr im Kreis

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Der LWL packt ein: "Mondfieber" zieht nach der letzten Führung am Sonntag nach Bielefeld.

Lüdenscheid – Der Mond geht unter – zumindest eine gewisse Zeit lang in den Museen an der Sauerfelder Straße. Seit dem 1. September zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe in den Räumen des Geschichtsmuseums die Ausstellung „Sommer 1969 – Westfalen im Mondfieber“.

Am kommenden Sonntag, 27. Oktober, besteht die letzte Möglichkeit, an einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung teilzunehmen. „Westfalen im Mondfieber“ wandert weiter in das Naturkunde-Museum Bielefeld, Anfang der Woche werden die Stelltafeln abgebaut und die Exponate transportsicher verpackt. Zu sehen sind noch bis Sonntag Objekte wie eine Münze, die aus Originalmaterial des Apollo 11-Raumschiffes gefertigt wurde.

Ein besonderer Höhepunkt ist echter Mondstaub, der mit der Apollo 15-Mission auf die Erde gelangte. Zur Ausstellung gehören auch Dinge, die den Betrachter zum Schmunzeln bringen, wie eine Apollo-Kochschürze. An fünf Medienstationen wird das Jahr 1969 wieder lebendig gemacht. Wie der Astronaut Neil Armstrong damals selbst sagte, war es ein simpler Vorgang für ihn: Er brauchte nur den einen Fuß vor den anderen zu setzen und von der Leiter des Mondlandemoduls „Eagle“ (Adler) zu steigen.

„Doch es war viel mehr als nur ein Schritt. Jahrzehntelange Vorbereitung, Planung, Training sowie heftige Rückschläge pflasterten den langen und gefährlichen Weg zum Mond“, sagt Felix Banzhaf vom LWL-Museumsamt. Wie schon oft in der Vergangenheit hat sich das Museumsteam auch hier die Mühe gemacht, regionale Aspekte und Exponate zu ergänzen. Immerhin hatten auch regionale Unternehmer und Wissenschaftler einen Anteil an den Entwicklungen, die am Ende zur erfolgreichen Landung auf dem Mond geführt haben. Wenn die LWL-Ausstellung weitergewandert ist – neben Bielefeld stehen noch Lippstadt, Iserlohn, Minden und Dortmund auf dem Programm – wird die Eigenproduktion der Museen eine Fortsetzung erfahren.

Die vormals LWL-Räume bekommen ein neues Interieur und werden in Kombination mit dem hinteren Teil der Ausstellung zu „Friedliches Lüdenscheid?“ Die Aspekte regionaler Industrie sind voraussichtlich vom 24. November bis zum 9. Februar 2020 zu sehen. Zeppeline mit militärischer Bestimmung, Zulieferkomponenten für den militärisch-industriellen Komplex während des Zweiten Weltkrieges – das Geschichtsbild der beschaulichen Knopfstadt, wie es die überalterte Dauerausstellung in den Museen suggeriert, sei einseitig, heißt es seitens der Museen.

Nachweislich wurden hier Komponenten für die V2-Rakete („Vergeltungswaffe“) produziert. Viele Themen werden am kommenden Sonntag bei der letzten Führung angeschnitten. Beginn ist wie immer um 15 Uhr. Zuzüglich zum Eintritt – Erwachsene zahlen vier Euro, ermäßigt zwei Euro – ist ein Euro für die Teilnahme an der Führung zu entrichten. Zur Ausstellung ist ein Katalog von 148 Seiten Umfang mit 151 Abbildungen aufgelegt, der noch bis Sonntag an der Infotheke der Museen an der Sauerfelder Straße für 14,90 Euro zu haben ist.

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