Napoleon zieht nächste Woche nach Unna

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Die Landsmannschaft Ostpreußen ließ sich die Exponate erklären.

Lüdenscheid - „Wir sind sehr zufrieden“ lautet die Zusammenfassung mit Blick auf die vergangenen fünf Monate: Am Sonntag endet in den Museen an der Sauerfelder Straße die Ausstellung „Wider Napoleon“ – eigentlich nur bis Ende März angesetzt, aber dann aufgrund der hervorragenden Resonanz bis zum 4. Mai verlängert.

Zwei öffentliche Führungen wird es Sonntag noch geben, geleitet von der Kunsthistorikerin Dr. Susanne Conzen. Für Napoleon-Interessierte besteht also die letzte Gelegenheit, sich mit dem großen Feldherren auseinander zu setzten. „Wir haben in den letzten Monaten viele gebuchte Führungen gehabt, vor allem auch in den Vormittagsstunden durch Schulklassen“, resümiert der Leiter der Museen, Dr. Eckhard Trox, im Gespräch mit unserer Zeitung. Zu Gast war noch vor wenigen Tagen die Landsmannschaft Ostpreußen. Im Anschluss an ein gemeinsames Kaffeetrinken ließen sich die Mitglieder im Rahmen einer ausführlichen Führung die Exponate und geschichtlichen Hintergründe der aktuellen Ausstellung „Wider Napoleon!“ erläutern. Die fachkundige Leitung der Führung übernahm Museumsleiter Dr. Eckhard Trox persönlich.

In ganz Nordrhein-Westfalen habe die Ausstellung für Aufsehen gesorgt, so Trox, dafür hätten große Plakate und plakatierte Busse gesorgt. Ergänzt wurde die Ausstellung durch ein begleitendes Abendprogramm, das im Laufe der Monate viele Facetten der napoleonischen Ära beleuchtete. Darüber hinaus habe das „museumstaugliche Wetter für Zulauf gesorgt“.

Wenn morgen um 18 Uhr die Museen schließen, stehen die Zeichen auf Abbau. Das schließt die monumentale Quadriga im Foyer der Museen mit ein, die in den letzten Monaten immer wieder für staunende Blicke sorgte. Dabei handelt es sich um eine Leihgabe der Berliner Management-Firma „Hauptstadthelden“, hinter der der Comedian Mario Barth steht. Auch sie soll nach Informationen des Museumsteams – wie weite Teile der Ausstellung selbst – in der kommenden Woche nach Schloss Cappenberg transportiert werden. Dort wird am 29. Mai „Wider Napoleon“ als nächstes eröffnet. Es habe Sinn gemacht, sich bei dem 2. Produktionsstandort der Ausstellung für Schloss Cappenberg zu entscheiden, denn dabei handele es sich um den Alters- und Ruhesitz des Freiherren vom Stein, so Trox weiter. Dort wird die Ausstellung in anderer Form präsentiert. Vor allem hinsichtlich der wertvollen Grafiken werden die Leihgeber möglicherweise ihre Werke zurückziehen und wieder in der Dunkelheit der Depots verschwinden lassen, denn Grafiken dunkeln nach, wenn sie länger als drei Monate aushängen. - rudi

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