Haitzinger-Karikaturen zurück nach Schrobenhausen

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Keine Seltenheit während der Haitzinger-Ausstellung: Dicht an dicht standen die Besucher bei den öffentlichen Führungen.

LÜDENSCHEID - Sorgsam wurden sie am Dienstag verpackt und anschließend mit einem speziellen Kunsttransport in Richtung Schrobenhausen bei München geschickt: An die 60 Karikaturen und die elf Ölbilder des Künstlers Horst Haitzinger. Vom 22. Februar bis zum vergangenen Sonntag wurden sie in der Städtischen Galerie an der Sauerfelder Straße gezeigt.

Beendet wurde die Ausstellung mit einem Paukenschlag, der zwar nicht für die Haitzinger-Ausstellung, wohl aber für die regelmäßigen öffentlichen Führungen an der Sauerfelder Straße ungewöhnlich war. Mehr als 60 Gäste ließen sich zum Abschluss noch einmal von der Kuratorin der Ausstellung, Dr. Carolin Krüger-Bahr, die Wirkung von Karikaturen und die Entstehung der Gemälde erläutern: „Viele Leute sind in den letzten Wochen gleich mehrmals in den öffentlichen Führungen gewesen. Das ist ungewöhnlich, aber sehr schön. Viele sind auch mehrmals während der normalen Ausstellungszeiten hier gewesen.“ Und auch viele Menschen habe man begrüßen können, die sonst eher nicht zu den Stammbesuchern der Städtischen Galerie gehören. Krüger-Bahr: „Wir haben die Publikation zur Haitzinger-Ausstellung mehrfach nachbestellen müssen und am Sonntagabend das letzte Exemplar davon verkauft.“

Als Lieblingsbild vieler Besucher kristallisierte sich in den vergangenen Monaten der „Turm“ heraus, der als Ölbild im Untergeschoss ausgestellt war. Viele Minuten verbrachten die Besucher vor dem überragenden Gemälde, um all die Kleinigkeiten aufzunehmen, die Haitzinger dort verborgen hat. „In dieser Form waren die Ölbilder ja auch noch nicht zu sehen. Die Leute haben nicht gewusst, dass Haitzinger auch so malen kann“, so Krüger-Bahr rückblickend: „Es gab sogar Leute, die mir ein Detail gezeigt haben, das ich selbst noch nicht entdeckt hatte.“ Eingebettet in die Ausstellung waren einmal mehr bestens gebuchte Führungen für Schüler außerhalb der normalen Öffnungszeiten. Und auch das Kinderferienprogramm in den Osterferien war angelehnt an die Werke Haitzingers.

Nach der Ausstellung ist vor der nächsten: Am 7. Juni fällt mit einer Vernissage in der Galerie der Startschuss für eine Doppelausstellung – „Gesichter einer friedlichen Revolution“, mit der der Fotograf Dirk Vogel durch die Lande zieht – wir berichteten mehrfach –, und Architekturfotografie der Künstlerin Petra Wittmar. Zwischen 2009 und 2011 hat die Fotografin ihren Geburtsort Medebach fotografiert. Entstanden sind ein facettenreiches Landschaftsbild und ein vielschichtiges Panorama dieser in vielerlei Hinsicht typischen Kleinstadt. - rudi

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