VHS-Fotowerkstatt eröffnet ihre „Unterwelten“

Welten, in denen der Himmel nicht sichtbar ist, werden im Internet gezeigt.

LÜDENSCHEID - Eine Vernissage mit einem großen Auflauf an Gästen gab es in der Volkshochschule anlässlich des Starts der ersten virtuellen Ausstellung der Fotowerkstatt an der VHS. „Unterwelten“ lautet der Titel der Fotogalerie im Internet, die unter www.fotowerkstatt-luedenscheid.de eingesehen werden kann.

Hier geht es in die Unterwelten.

Christina Wetter-El-Sayed- Auf, Leiterin des Programmbereichs Kultur und Kreativität an der VHS, zeigte sich erfreut angesichts des großen Publikumsinteresses und der Anwesenheit von Vertretern des Landschaftsverbandes. Im gleichen Atemzug begrüßte sie die 2. Stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Meyer (CDU) wie auch den Leiter der VHS, Andreas Hostert und den Kurs- wie Projektleiter von „Unterwelten“, Claus Schulte. Die Anregung für das Projekt sei vom Industriemuseum Westfalen-Lippe gekommen. Verschiedene Volkshochschulen seien darauf in die Thematik eingestiegen, darunter auch die VHS Lüdenscheid.

Als Höhepunkt empfand Claus Schulte nach mehr als vierzig bewegten Jahren als Kursleiter das Projekt „Unterwelten“, das zudem „ohne anfassbare Exponate“ auskomme und dessen künstlerische Ergebnisse dennoch „von jedermann an jedem Ort“ eingesehen werden könne. Die Projektteilnehmer haben laut Schultes Angaben sowohl analog als auch digital gearbeitet, sind auf Entdeckung gegangen, haben dunkle Räume mit Petroleum, Gas, Taschenlampe und anderen Lichtquellen erhellt. Das Material sei gemeinsam besprochen worden, dann habe man sich korrigiert und sich zudem noch an die Bearbeitung des Rohmaterials gemacht. Nun könne sich jeder die Bilder im Internet ansehen. Die Standzeit pro Bild sei auf sechs Sekunden eingerichtet.

Nach einem kräftigen Druck auf einen roten Knopf wurde die Ausstellung im Netz freigegeben. Ausstellende Fotografen sind Ruth Fischer, Didier Froidevaux, Leif Hombach, Thomas Kempf, Klaus Lessmann, Jörg Märtens, Mario Mathejczyk, Silke vom Os, Bernd Schmitz, Frank Toth und Claus Schulte.

Stille herrschte im Raum, als die virtuelle Ausstellung mit einem Beamer auf eine Leinwand gesetzt wurde. In Parkhäusern, blinden Tunneln, unter Tage, in Tiefbauten, verfallenen Gemäuern, maroden Industrieanlagen und in der Natur fanden die Fotografen ihre „Unterwelten“. Großer Beifall am Ende und dann hatten die Besucher auch Zeit, die im Gang des Erdgeschosses gezeigten Siegerbilder der Ausschreibung des Landschaftsverbandes kritisch zu beäugen. - usc

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