Ausstellung „Time“ zieht nach Wrexham

Die Figurengruppe der Künstlerin Ewa Lenard ließ Raum für Interpretationen.

LÜDENSCHEID - „Man hat uns eingeladen, und wir freuen uns auf diese Reise.“ Für Sandra Tellkamp, stellvertretende Leiterin der Städtischen Galerie, steht Anfang September eine Reise nach Wrexham an. Denn am 9.

September wird dort die Ausstellung „Time“ eröffnet, die in den vergangenen Monaten auf großes Interesse der Galerie-Besucher stieß. Mehr als 1 000 Kunstinteressierten studierten die Werke der Künstlerinnen und Künstler, die auf unterschiedlichste Weise ihre Positionen zum Thema Zeit dargestellt hatten. Die Ausstellung war in enger Kooperation mit dem Märkischen Kreis und seiner Partnerkreise Wrexham, Ratibor und Elbe-Elster konzipiert worden. Jeweils zwei Künstler aus den verschiedenen Kreisen stellten ihre Exponate aus. Schon zur Eröffnung war klar, dass es sich um eine Ausstellung handeln wird, die in die Kreise weiter zieht. So ist Wrexham die nächste Station, bevor sie 2011 nach Ratibor und Elbe-Elster weiterzieht.

„Im Rahmen von ,Time‘ wird es in Wrexham auch eine Sonderausstellung mit Werken von Tim Pugh geben“, erläutert Sandra Tellkamp im Gespräch: Der symphatische walisische Künstler hatte in Lüdenscheid und Umgebung den Kunstunterricht mehrerer Schulen besucht und den Kindern seine Auffassung von Kunst näher gebracht. Dabei stellten die unterschiedlichen Sprachen zwischen Kindern und Künstler kein Hindernis dar. „Geredet“ wurde mit Händen und Füßen. Auch die Familiengruppe „Raum.Familie“ der Künstlerin Ewa Lenard im Eingangsbereich zur Ausstellung sorgte immer wieder für Gesprächsstoff. Sie hatte eine lebensgroße Figurengruppe aufgebaut, kopflos und in strahlendem Weiß, die jede Menge Raum für eigene Interpretationen ließ.

Aus dem Märkischen Kreis waren Erich Reusch und Kurt Kornmann beteiligt. Auch Kornmanns Visualisierung der Vergänglichkeit mittels Metall und Rost wurde immer wieder diskutiert und war vor allem für Kinder nachvollziehbar. Schulklassen quer durch alle Altersstufen nutzten während der dreimonatigen Ausstellungszeit die Möglichkeit, sich mit den unterschiedlichen Künstler-Positionen auseinander zu setzen. Führungen und Workshops in unterschiedlichen Sprachen komplettierten das Rahmenprogramm, mit dem die Ausstellung begleitet wurde.

Kurt Kornmann gab seinerzeit die Initialzündung für die Konzeption dieser Gemeinschaftsausstellung. Tellkamp: „Auch er will zur Eröffnung nach Wrexham reisen.“ So dürfte die heimische Kunstszene bestens vertreten sein, wenn am 9. September Vergänglichkeit und Zukunftsvisionen den walisischen Partnerkreis bereichern. - rudi

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