Ausstellung in Lüdenscheid

"Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel zeigt Lutz-Exponate

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Leihgeber Detlev Kümmel stand in Gesprächen mit Kunstfreunden Rede und Antwort.

Lüdenscheid - Der Brügger Detlev Kümmel hat mit dem Erwerb dreier Konvolute meist kleinformatiger malerisch-zeichnerischer Werke aus dem Nachlass des Bauhaus-Künstlers Rudolf Lutz (1895-1966) einen kleinen Schatz ans Tageslicht befördert, von dem eine Auswahl ab sofort in der Städtischen Galerie zu sehen ist. 

Am Freitagabend wurde eine entsprechende Ausstellung eröffnet. Zur Vernissage war auch Leihgeber Detlev Kümmel gekommen, um sich den Fragen der zahlreichen Kunstfreunde zu stellen. Rudolf Lutz, gelernter Schreiner und Absolvent der Königlichen Kunstgewerbeschule in Stuttgart, war bis jetzt auf dem Kunstmarkt eher weniger präsent, doch durch eine vorangegangene Ausstellung von 55 Arbeiten aus der Sammlung Kümmel im Bauhaus-Museum in Steinfurt Borghorst und der jetzigen Präsentation in der Galerie der Stadt Lüdenscheid, die 34 von Kümmel zur Verfügung gestellte Exponate enthält, wurde längst das Interesse von Kunstfreunden und Sammlern an Rudolf Lutz geweckt.

In der Ausstellung ist neben den Werken des in Heilbronn geborenen Künstlers und seiner Mitstreiter der Hölzel-Gruppe auch ein Wandteppich seiner Frau Marta zu sehen, den diese nach einer Vorlage ihres Mannes anfertigte. „Es gibt keinen einheitlichen Bauhaus-Stil, ,das Bauhaus’ in diesem Sinne existiert nicht“, stellte Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen in ihrer Laudatio klar. Der Begriff „Bauhaus“ habe mit einer künstlerischen Stilrichtung nichts zu tun und stelle vielmehr die charakteristische Kombination von künstlerischen, designorientierten und architektonischen Ansätzen dar.

Nach der Vorstellung des Werdegangs von Rudolf Lutz vom Bauhaus bis zur Stuttgarter Avantgarde dankte Dr. Conzen Detlev Kümmel sowie den übrigen Leihgebern für die unkomplizierte, großzügige Zusammenarbeit sowie dem Hauptleihgeber für seine „wagemutige Neugier“, die die umfangreichen Konvolute erst für die Öffentlichkeit zutage gefördert habe. Darüber hinaus richtete sich der Dank der Galerieleiterin unter anderem an die Kunstfreunde Lüdenscheid, die bei der Vernissage für die Verpflegung der Gäste mit Getränken sorgten.

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