Ausstellung „KinderLeben" in Städtischer Galerie eröffnet

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Zahlreich kamen die Zuschauer zur Vernissage.

Lüdenscheid - Auf einen ersten Streifzug durch die Darstellung eines Kindes in den letzten Jahrhunderten bis heute begaben sich am Freitagabend die Gäste der Vernissage „KinderLeben“. Im gut gefüllten Foyer der Museen an der Sauerfelder Straße überbrachte Bürgermeister Dieter Dzewas Grüße der Verwaltung, verbunden mit der Hoffnung, dass die Ausstellung zum Dialog der Generationen wird.

Auch wünschte sich das Stadtoberhaupt neben vielen Besuchern bei dieser Ausstellung das Interesse von Schulen und Kindergärten. Die Einführung in die Ausstellung übernahm Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen. Sie verwies auf den erkennbaren Perfektionismus im Kinderporträt um 1680, bei dem sich der Wert eines Kindes darüber definierte, welchen Nutzen es für die Eltern hatte. Mit dem gesellschaftlichen Wandel änderte sich auch der Blick auf die Kinder. Zunächst sei ihnen eine gewisse Wertigkeit zugestanden worden. An die Stelle der perfekten Inszenierung trat eine liebevolle Zuwendung. Die Künstler der Gegenwart hingegen durchbrechen in ihren Darstellungen jegliches Klischee. Die Galerieleiterin dankte den Förderern der Ausstellung, den privaten und öffentlichen Leihgebern sowie dem Team der Galerie, allen voran Volker Kirstein, ohne die die Realisierung nicht möglich gewesen wäre.

Zu sehen ist an der Sauerfelder Straße eine kunstgeschichtliche Zeitreise anhand ausgezeichneter Werke zum Thema Kinderporträts und -darstellungen. Die Galerieleiterin reicherte die Exponate, Leihgaben aus Oldenburg, mit dem an, was im Archiv lagert und was aus Lüdenscheider Privathaushalten zur Verfügung gestellt werden konnte. Dazu zählt ein Bildnis des Lüdenscheider Kaufmanns Heinrich Eklöh und seinem Sohn, der 1903 ein Wohn- und Geschäftshaus am damaligen Karussellplatz errichtete, wegen seiner Lage noch heute „Inselhaus“ genannt. Auch der Weg über die steile Stiege in den zweiten Stock lohnt. Dort sei eine feine Auswahl der Kinder-Gemälde aus der Familie Ida Gerhardis ausgestellt. Das Foyer gehört der Moderne. Die Gegenwartskunst durchbricht das Heile-Welt-Klischee und zeigt sehr deutlich, welchen Gefahren und Verwundungen Kinder heute ausgesetzt sind.

Die Ausstellung wird einmal mehr begleitet von einem Rahmenprogramm, das von Filmen über Vorträge bis hin zu einer Veranstaltung mit Kindern der Musikschule Lüdenscheid reicht.

Die Teilnahme an den Vorträgen ist kostenfrei, ansonsten gelten die üblichen Eintrittspreise. Die Ausstellung ist bis zum 7. Februar jeweils von Mittwoch bis Sonntag in der Zeit von 11 bis 18 Uhr zu sehen.

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