Erste Metallerstreiks bei Phoenix, Hueck und Platestahl

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O Grad und Schneetreiben. Dem Auftakt der Metaller-Warnstreiks war gestern kein gutes Wetter beschieden.

Lüdenscheid - Altersteilzeit, Bildung, Cash – das sind die Forderungen, mit denen die Metallbeschäftigten in die Tarifrunde ziehen. Am Sonntag um Mitternacht endete die Friedenspflicht. Um 0.15 Uhr rückten als erste Mitarbeiter der Iserlohner Kirchhoff-Gruppe aus, verstärkt durch die Belegschaft von Kabel-Metall aus Menden.

Von Florian Hesse

Im Südkreis waren es zum Auftakt des Arbeitskampfs rund 80 Beschäftigte von Phoenix Feinbau im Wefelshohl, die um 10 Uhr für etwa eine Stunde die Arbeit niederlegten. Auch einige Kollegen vom Baukloh waren ausgerückt, um vor dem Werktor einen Überblick über den Stand der Verhandlungen zu erhalten. Metaller-Sekretär Kevin Dewald und Gudrun Gerhardt, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Märkischer Kreis mit Sitz in der Verhandlungskommission NRW, machten bei frostigen Temperaturen, Wind und Schneetreiben deutlich, worum es in der diesjährigen Auseinandersetzung geht. Um 13 Uhr rollten die Warnstreiks erneut an. Parallel bei Platestahl in Brüninghausen und bei Hueck in der Elspe gingen die Beschäftigten vor die Werkstore.

„Altersteilzeit, Bildung und Cash“

Im frühen Stadium der Verhandlungen lägen die Positionen weit auseinander, machte Gudrun Gerhardt deutlich. Das Angebot der Arbeitgeberseite liegt bei 2,2 Prozent mehr Lohn. Die Gewerkschaft war mit einer Forderung von 5,5 Prozent plus eingestiegen. Ebenso zentrale Forderungen sind aber auch die nach Zeit für Qualifikation und Regelungen für eine Altersteilzeit, die es möglich mache, „in Würde in Rente zu gehen“, wie Dewald bei Phoenix erklärte.

Bis zum nächsten Verhandlungstag am 6. Februar in Mühlheim werde man den Druck weiter hoch halten, versicherte die 2. Bevollmächtigte am Rand der Kundgebung. Im Mittelpunkt der Aktionen stehe dann der Bereich Lennetal. In Plettenberg ist dann für Mittwoch auch die Zentralkundgebung auf dem Alten Markt vorgesehen.

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