Umstrittenes Baugebiet

LÜDENSCHEID - An der Neuenhofer Straße soll eine Fläche unterhalb der Freien Christlichen Haupt- und Realschule Platz für fünf großzügig bemessene Baugrundstücke bieten. Der Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt sprach sich am Mittwochabend gegen die Stimmen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen mehrheitlich für die Aufstellung des Bebauungsplans aus.

Jürgen Appelt (Grüne) hatte zuvor den Bedarf nach entsprechenden Häusern in Frage gestellt. Es gebe doch zur Zeit in verschiedenen Bereichen der Stadt – zum Beispiel Park-, Mittel- und Hohfuhrstraße – Bauvorhaben, die erst einmal ausreichten. Man solle doch erst einmal die im Flächennutzungsplan in der Kategorie A eingeteilten Wohnbebauungsflächen nutzen, bevor man schon die Kategorie B in Angriff nehme.

Martin Bärwolf, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen, erklärte, der Bedarf sei durchaus vorhanden. Das zeige die gute Nachfrage bei den Hohfuhr-Terrassen, aber auch Alhard Graf von dem Bussche-Kessell, dem das Grundstück an der Neuenhofer Straße gehöre, habe von einer guten Nachfrage gesprochen. Außerdem sei dort an der Nahtstelle zwischen Innenstadt und Außenbereich die Infrastruktur schon vorhanden. Dies sei auch im Flächennutzungsplan berücksichtigt. „Ich halte zudem nichts davon, erst alle Flächen der Kategorie A abzuarbeiten und erst dann die Kategorie B zu nehmen“, wandte sich Bärwolf gegen eine zu starre Planung.

Hansjürgen Wakup betonte, die CDU sei schon im Vorfeld gegen eine Bebauung in dieser Lage gewesen und bleibe auch dabei.

Harald Metzger (SPD) erklärte dagegen, der Flächennutzungsplan sehe auch eine defensive Abrundung von bestehenden Siedlungsstrukturen vor. „Dies ist in diesem Fall vertretbar. Es handelt sich ja nur um fünf Baugrundstücke für Einfamilienhäuser. Ich halte das für sinnvoll.“

Die Wohnbaupläne an der Neuenhofer Straße waren schon immer umstritten. Vor drei Jahren verfassten Vertreter der Interessengemeinschaft „Grüner Baukloh“ ein Protestschreiben an das Planungsamt im Rathaus mit dem Ziel, das Areal als Wohnfläche aus dem Flächennutzungsplan zu streichen.

Rubriklistenbild: © dpa

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