Einhellige Zustimmung für Pilotprojekt

Die Lüdenscheider Wohnstätten AG, auf unserem Bild: Geschäftsführer Christoph Loos, stellt den Wohnraum zur Verfügung.

Lüdenscheid - 111 Flüchtlinge und Asylbewerber sind zurzeit in den beiden Übergangsheimen in Lüdenscheid untergebracht. 185 Soll-Plätze sind vorhanden, allerdings wäre dies mit einem sehr dichten und engen Auslastung verbunden.

„Bei einer Belegung von 70 Prozent der Soll-Zahl, also bei 130 Plätzen, ist eine Vollauslastung erreicht“, erklärte am Dienstag im Sozial- und Seniorenausschuss Mechthild Kießig, Fachdienstleiterin Sonstige Soziale Dienste und Verwaltung. Eine Entlastung der Situation ist mit einem Pilotprojekt verbunden, das die Ausschussmitglieder einhellig auf den Weg brachten.

Danach sollen maximal fünf ausgewählte Familien und zwei Einzelpersonen aus dem Kreis der Flüchtlinge und Asylbewerber abweichend von der bisherigen Praxis nicht mehr in Übergangsheimen, sondern in Mietwohnungen untergebracht werden. Die Verwaltung und die Lüdenscheider Wohnstätten AG haben dazu ein Konzept erarbeitet. Ziel ist es, die Chancen zur gesellschaftliche Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern in Lüdenscheid zu verbessern. Die Lüwo bietet danach Wohnraum für insgesamt 27 Menschen in den jeweils benötigten Größen über das gesamte Stadtgebiet verteilt an. Das Konzept soll vor allem Familien und Personen mit rechtlich ungesichertem Aufenthaltsstatus erfassen. Der Projektzeitraum umfasst erst einmal ein Jahr. Die Kosten der Unterbringung übernimmt die Stadt. Sie belaufen sich laut Verwaltungsvorlage zunächst auf 20 000 Euro für die Erstausstattung der Wohnungen, dann jährlich 50 000 Euro für Mieten und Nebenkosten.

Auf Initiative von SPD, FDP und Grünen war ein entsprechender Antrag in der Ratssitzung Mitte Dezember 2012 angenommen worden. Nach der Sommerpause liegt das Projekt noch dem Hauptausschuss und dem Rat vor.

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