Ausrüster für die Bundeswehr: Firma aus MK produziert wegen Corona nun Schutz für Privatleute

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In der Näherei der Firma MK Technology am Freisenberg werden nun auch Schutzmasken hergestellt.

Lüdenscheid - 70 Mitarbeiter zählt das Lüdenscheider Unternehmen MK Technology am Freisenberg. Kurzarbeit ist vorsorglich angemeldet, aber zu tun gibt es reichlich. „Wir haben unsere Produktion geändert“, sagt Junior-Chef Kai Müller – in Schutzmasken.

Eigentlich produziert das Unternehmen Protektoren, Schutzbekleidung jeder Art und eigentlich auch nur für Behörden wie Polizei oder Bundeswehr. Doch die Corona-Krise zwingt zu neuen, innovativen Wegen. 

„Wir haben die Kapazitäten und die Musterschneiderei“, so Kai Müller. Bislang habe man außer Helmen vor allem Körperschutz für Arme und Beine hergestellt. Schon vor Wochen stellte der Betrieb um auf Schutzmasken, zunächst, um Pflegekräfte und Krankenhäuser zu versorgen, „weil wir den Leuten helfen wollten“. 

Auch Spuckschutz-Trennwände sind mittlerweile in Produktion gegangen: „Einige tausend Masken haben wir schon hergestellt. Wir hatten einiges am Lager und haben vorproduziert. Verarbeitet werden Baumwollstoffe, eigentlich alles, was wir in die Finger kriegen.“ 

Grün und blau sind mit Blick auf die ursprüngliche Produktion für Polizei und Bundeswehr die überwiegenden Farben. Die Arbeitsplätze wurden den Corona-Richtlinien entsprechend angepasst – Spuckschutzwände, Masken für die Mitarbeiter, Desinfektionsmittel. 

Einige Mitarbeiter von MK Technology arbeiten inzwischen von zuhause aus, Nähmaschinen wurden bereitgestellt. Und mittlerweile wird auch für den Privatbereich produziert. Mal eben schnell eine Maske bei MK Technology kaufen, ist allerdings nicht möglich. 

Ein Paket, sagt Kai Müller, ist die Mindestabnahme, im Paket sind zehn Masken: „Wir haben keinen Online-Shop, wir arbeiten ja sonst nur für Sicherheitsbehörden. Das geht hier alles per Mail, Social Media oder Telefon.“

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