Ausgelassener Gemeindekarneval

Bester Stimmung waren nicht nur die Träger der preisgekrönten Kostüme.

SCHALKSMÜHLE ▪ Zum Karneval feiern muss man nicht nach Köln fahren. Die zweite Veranstaltung der Kirchengemeinde St. Thomas Morus im Gemeindezentrum machte den großen Veranstaltungen echte Konkurrenz. 

Die Besucher bogen sich vor Lachen, bei der Polonaise ging es über Stühle und Bänke und das Mitbring-Buffet ließ keine Wünsche offen. Neben Schunkelliedern mit Klavierbegleitung und „Kölschen Tön“ vom Band sorgten Büttenreden und Sketche für allerbeste Stimmung. „Schalksmühle lebt, da sind wir froh, denn das war ja nicht immer so. Gemeinde-Action muss doch sein, sonst schlafen wir ja alle ein.“ Lenard Biesenbach hatte als Mafioso im letzten Jahr sein Coming-Out mit Bravour hinter sich gebracht. In diesem Jahr nahm er Pastor Matthias Fuchs aufs Korn, der im September sein Amt an der Volme aufgenommen hat und sich in der kurzen Zeit alle Herzen mit seiner offenen Art eroberte. „Wir sind der Hit mit unserem Held, das weiß sogar ganz Breckerfeld. Schalksmühle lebt, da sind wir froh und mit dem Fuchs ist's wirklich so.“

Beate Thebrath, extra scharf als Tube Löwensenf, moderierte die Vorträge an und dankte den Aktiven mit einem hochprozentigen Orden. Die „Apothekerin vom Ort“ verriet, sie haben dem armen Fuchs geholfen. Er solle für seine Bauchschmerzen vor der sonntäglichen Predigt doch vor dem Spiegel üben. Und für das Zittern einen Schnaps trinken. „Aber Herr Pfarrer, das muss ich ihnen sagen, nach „17 mal zittern“ war ihr Auftritt in der Kirche fragwürdig: Eva hat den Adam nicht mit einer Pflaume verführt. Es war nicht das Berghotel, sondern die Bergpredigt gemeint. Und es heißt nicht, das war dem Hammel sein Ding, sondern dem Himmel sei Dank. Auch können sie nicht nach der Predigt über das Geländer herunter rutschen.“ Fuchs, im schicken Bade-Dress, lachte mit.

Ursula Pawliczek überzeugte mit ihrem schauspielerischen Talent in einem kleinen Rollenspiel des Seniorenkreises als „Aschenputtel“. Auch in diesem Jahr begeisterten Iris Bohmeyer und Heike Busch als „Putzdamen der Kirche“ mit ihrem Geplauder über die Gemeindeinterna: Insidergags, genüsslich aufpoliert – und die Gemeindemitglieder bogen sich vor Lachen.

Eine kleine Geschichte vom Wallfahrer, der im Sambazug landet und sich über die Freundlichkeit der übrigen „Wallfahrer“ freut, verkürzte die Wartezeit während der Stimmauszählung. Prämiert wurden die schönsten Kostüme. Bis in den frühen Morgen amüsierten sich die Karnevalisten auf der fröhlichen Veranstaltung, die der Midelife.Kreis der Gemeinde unter der bewährten Leitung von Beate Thebrath auf die Beine gestellt hatte

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