Kreis stellt klar:

Ausgangssperre im MK: Spazierengehen und Radfahren nach 21 Uhr erlaubt

Ausgangssperre in Lüdenscheid
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Die Ausgangssperre (hier in Lüdenscheid) ist nach der Klarstellung des Märkischen Kreises nur noch schwer kontrollierbar.

Der Märkische Kreis hat gegenüber unserer Zeitung klargestellt, was er unter körperlicher Bewegung versteht. Demnach dürfen Personen auch nach 21 Uhr unterwegs sein, wenn sie spazierengehen, joggen oder Rad fahren. Wie Polizei und Ordnungsamt dann die Ausgangssperre überhaupt durchsetzen wollen, ist unklar.

Wer nachts unter freiem Himmel unterwegs ist, fällt damit nicht mehr unter die Ausgangsbeschränkungen, die der Märkischen Kreis für die Zeit zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens erlassen. Voraussetzung: Er ist ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstands unterwegs.

Zudem macht es wohl einen Unterschied, ob man wohnortnah spazierengeht oder nachts erst mit dem Auto zu einem Ausflugziel wie der Versetalsperre fährt. Dies seit durch die Allgemeinverfügung nicht gedeckt. Die Polizei hatte am Samstagabend einen Spaziergänger an der Klamer Brücke angezeigt.

Auf Grundlage der Allgemeinverfügung vom vergangenen Donnerstag sind daher nur noch Personen, die ohne triftigen Grund mit dem Auto oder einem Krad nach 21 Uhr auf den Straßen im Märkischen Kreis unterwegs sind, faktisch sanktionierbar.

Da der fließende Verkehr allerdings nur von der Polizei kontrolliert werden darf, heißt das auch, dass die Ordnungsämter Verstöße gegen die nächtliche Ausgangssperre praktisch nicht mehr kontrollieren können. Verstöße gegen andere Regeln - wie die Kontaktbeschränkungen oder die Maskenpflicht - sind allerdings auch weiterhin möglich.

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