Ausbildungsmesse als Mittel gegen Fachkräftemangel

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Planer der Ausbildungsmesse (v.l.): Peter Treu (Amt für Wirtschaftsförderung), Jessica Schmidt (Kinder- und Jugendförderung), Dieter Dzewas (Bürgermeister) und Dirk Aengeneyndt (Stabsstelle Wirtschaft und Arbeitsmarkt). ▪

LÜDENSCHEID ▪ Ähnliche Vorbilder gab es bereits, doch nun will die Stadt mit der ersten Lüdenscheider Ausbildungsmesse neue Wege beschreiten. Am 11. Oktober sollen sich vor allem Jugendliche der neunten Klassen sowie Ausbildungsbetriebe im Kulturhaus „beschnuppern“ können. „Die Schüler von heute sind die Fachkräfte von morgen“, lautet die Devise der Veranstaltung, die dazu beitragen soll, dem drohenden Fachkräftemangel im Märkischen Kreis entgegenzuwirken. „Unsere Region wird besonders stark darunter leiden“, prognostiziert Wirtschaftsförderer Dirk Aengeneyndt. „Die Jugendlichen, die wir hier haben, müssen wir in Ausbildungsplätze in der Region kriegen.“

Für die Jugendlichen bedeutet das Chancen wie schon lange nicht mehr. Kamen in den schlechtesten Zeiten zwei Bewerber auf eine Ausbildungsstelle, werde das Verhältnis in der nächsten Runde fast ausgeglichen sein, rechnet Bürgermeister Dieter Dzewas vor und betont, wie wichtig eine Ausbildung für den dauerhaften beruflichen Erfolg ist.

Das Kulturhaus bietet Service, Strom, Stühle, Tische und Platz für etwa 40 Stände, an denen die Ausbildungsbetriebe „sich einen guten Ruf erwerben können“, preist Wirtschaftsförderer Peter Treu den Veranstaltungsort. Bei Bedarf können es auch 60 werden. Treu setzt auf die Teilnahme möglichst vieler Branchen – und auf kleinere Firmen, die erfahrungsgemäß größere Probleme haben, ihre Auszubildenden zu finden. „Schön wären Demonstrationsobjekte“, setzt der Wirtschaftsförderer auf Anschaulichkeit und ruft unbekanntere Branchen zur Teilnahme auf: Sechs Werbeagenturen gebe es in Lüdenscheid, und auch wer Veranstaltungstechnik lernen wolle, könne hier etwas finden.

Die Kosten für die eintägige Nutzung des Kulturhauses von acht bis 18 Uhr werden auf die teilnehmenden Firmen umgelegt. Pro Quadratmeter Fläche würden das aber wohl nicht mehr als zehn Euro, hieß es. ▪ thk

Die Stadt schreibt rund 500 Unternehmen an. Wer durch dieses Raster fällt, kann sich dennoch an Dirk Aengeneyndt (Tel. 0 23 51/ 17 12 60) oder Jörg Geßler (Tel. 0 23 51/ 17 10 90) wenden.

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