2. Ausbildungsmesse bietet Chancen zum Gespräch

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Einen Blick über den Tellerrand wagen und auch als Mädchen in einen typischen Männerberuf hineinschnuppern – das war auch ein Anliegen der 2. Ausbildungsmesse im Kulturhaus. ▪

LÜDENSCHEID ▪ „Ich hoffe, dass Sie ihre Chancen nutzen und ganz direkt und unmittelbar mit den Unternehmen ins Gespräch kommen.“ Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Dieter Dzewas die 2. Ausbildungsmesse im Lüdenscheider Kulturhaus.

Und seine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Denn den ganzen Tag über nutzten Jugendliche der weiterführenden Schulen die Gelegenheit, sich über Ausbildungsgänge und Berufe zu informieren – und zwar direkt bei den Betrieben.

Die präsentierten sich in ihrer ganzen Bandbreite und Vielfalt und zeigten auf, welche Ausbildungsmöglichkeiten auch in der heimischen Region zu finden sind. Besonders erfreulich: Die Zahl der teilnehmenden Unternehmen konnte – nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr – noch einmal deutlich gesteigert werden: Nach knapp 60 Betrieben in 2011 waren jetzt rund 80 Firmen im Kulturhaus vertreten. Und dieses stieß – was die Fläche anging – nahezu an seine Grenzen. Doch das schadete dem Ambiente in keinster Weise. Im Gegenteil: Durch das Zusammenrücken der Stände fanden Besucher und Anbieter einfacher ins Gespräch, waren erstere mitunter „gezwungen“, einmal stehen zu bleiben und einen Blick zu riskieren.

Bilder der Ausbildungsmesse

2. Ausbildungsmesse im

Und so betonte auch Bürgermeister Dieter Dzewas, dass man mit der Veranstaltung, organisiert von der Stadt und der Lüdenscheider Stadtmarketing GmbH, auch weiterhin im Kulturhaus bleiben wolle – nicht zuletzt aufgrund der zentralen Lage. Letztlich hinge dies jedoch von der Zahl der teilnehmenden Unternehmen ab.

Diese kamen zwar zum größten Teil aus Lüdenscheid, doch auch Firmen aus Halver oder Schalksmühle nutzten die Chance, mit dem Nachwuchs von Morgen ins Gespräch zu kommen. Und der zeigte sich überaus interessiert und offen für Neues. Schließlich hatten die Schüler bei den rund 100 angebotenen Ausbildungsberufen die „Qual der Wahl“ – entweder, um sich vor Ort in dem Wunsch nach ihrem Traumberuf bestärken zu lassen oder aber, um einmal über den Tellerrand zu blicken und einen Alternativberuf zu entdecken. So sammelten die Schüler an den 80 Ständen umfangreiches Informationsmaterial, ließen sich in die Welt der Informatiker, Elektroniker oder Mechaniker entführen, durften Einblicke in moderne Maschinen und Anlagen gewinnen und mitunter selbst Hand anlegen. Neben dem Handwerk und der Industrie waren auch der kaufmännische Bereich, der Handel und das Dienstleistungswesen beteiligt.

Und: Einige Schüler nutzten die Gelegenheit und machten gleich vor Ort Nägel mit Köpfen. Sie hinterlegten nicht nur eine Bewerbungsmappe, sondern nahmen gleich auch die Zusage für einen Praktikumsplatz mit nach Hause. ▪ Kerstin Zacharias

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