5. Ausbildungsmesse: Großes Interesse bei Jugendlichen

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Die Firma Metoba setzte bei der Beratung der Schüler auf die Hilfe ihrer Auszubildenden (Mitte).

Lüdenscheid - „Wenn die Schüler mit den ausstellenden Unternehmen und Institutionen ins Gespräch kommen, haben wir unser Ziel erreicht“, erklärte Dirk Aengeneyndt von der Stabsstelle Wirtschaft und Arbeitsmarkt zum Auftakt der 5. Ausbildungsmesse, die am Mittwoch im Kulturhaus stattfand.

85 Aussteller präsentierten den Schülern der weiterführenden Schulen Lüdenscheids 90 Ausbildungsberufe. „Und natürlich gibt es auch ausführliche Informationen zu den Möglichkeiten von Verbundstudiengängen. Deshalb sind auch die Fachhochschule Südwestfalen und zum ersten Mal die BiTS aus Iserlohn mit an Bord“, berichtete Dirk Aengeneyndt.

Einblicke in die Berufspraxis gab es auch bei der Schalksmühler Firma Schnöring.

Die Schüler nutzten die Chance, sich über die Ausbildungsmöglichkeiten im heimischen Raum zu informieren. Fulkan und Ogazahn von der Adolf-Reichwein-Gesamtschule waren an den Stand der Firma Metoba gekommen und ließen sich von den Auszubildenden Vasilli Schmidt und Nathawut Nasurin beraten. „Die Schüler fragen gezielt nach und nehmen sich viel Zeit, um sich an den Ständen zu informieren. Das Interesse bei den Jugendlichen ist wirklich groß“, freute sich Tino Pulios, Ausbildungsleiter bei der Firma Metoba, über die Resonanz.

Azubis als Berater an den Messeständen

Die Tatsache, dass Metoba wie viele andere Firmen auf die Mitarbeiter ihrer Azubis an den Messeständen setzt, bewertete Tino Pulios als großes Plus: „Den Schülern fällt es leichter, mit Altersgenossen ins Gespräch zu kommen. Idealerweise kennen sich Schüler und Azubis sogar noch aus der Schule. Wir haben von der ersten Messe an auf dieses Konzept gesetzt – und behalten es auch bei.“

Zum ersten Mal war die Firma Wila Lichttechnik aus Iserlohn auf der Ausbildungsmesse vertreten. „Es kommen viele Schüler an unseren Stand. Sie sind gut vorbereitet und haben ganz gezielte Fragen. Das begeistert uns sehr. Wir haben gar nicht genug Flyer im Gepäck. Wir müssen wohl noch ein paar nachordern“, erklärte Wila-Mitarbeiterin Manuela Ochla.

Ausbildungsmesse im Lüdenscheider Kulturhaus

Und noch ein Blick auf den Stand der Firma Schnöring.

Am Stand der Firma Elka Elektronik waren währenddessen Janine, Carina, Nur und Chrisovalantou in ein Beratungsgespräch vertieft. „Wir haben noch keine genauen Pläne für unsere Ausbildung. Deshalb finden wir die Ausbildungsmesse auch so prima, weil wir hier viele Ideen und Anregungen bekommen. Das wird uns bei der Entscheidung, in welche Richtung wir beruflich gehen, sicher weiterbringen“, waren sich die vier Schülerinnen der Adolf-Reichwein-Gesamtschule sicher.

Flüchtlingskrise: Chance für das Handwerk

Umlagert war auch der Stand der Friseur-Innung auf der großen Bühne des Kulturhauses. Die Adolf-Reichwein-Gesamtschülerin Betül widmete sich mit viel Geschick der Frisur ihrer Schulkameradin Marlena, während Friseurmeisterin Zdenka Schwabbauer über die Zukunft des Handwerks sprach.

„Wir brauchen junge Menschen, die wir ausbilden können. Aber die schwachen Geburtenzahlen machen dem Handwerk in allen Bereichen zu schaffen. Vor dem Hintergrund sollten wir es als große Chance begreifen, dass zurzeit so viele Menschen zu uns nach Deutschland kommen. Die Flüchtlingskrise kann für uns viel Gutes bedeuten. Wir können duale Ausbildungen anbieten – und damit unseren Nachwuchs sichern.“

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