Verkehrsberuhigung

Ausbauplan: Diese Lüdenscheider Straßen werden zu Spielstraßen

Spielstraße mit Schild
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Die Wohnstraße Im Langen Hahn, ausgebaut als Mischverkehrsfläche, gilt bei Planern als positives Beispiel für eine Spielstraße.

Der größte Anteil des Lüdenscheider Straßennetzes besteht inzwischen aus Tempo-30-Zonen – weitere verkehrsberuhigte Bereiche und sogenannte Spielstraßen sollen in den nächsten Jahren hinzukommen.

Lüdenscheid - Im Bau- und Verkehrsausschuss informierte Janis Weiland vom Fachdienst Verkehrsplanung und -lenkung über eine Reihe von Bauvorhaben. Darunter sind auch Maßnahmen, für die Anliegerbeiträge nach dem Kommunal-Abgabengesetz (KAG) fällig werden.

Die Prüfung der Frage, für welche der noch nicht beruhigten Straßen ein 30er-Limit in Frage kommt, ist längst nicht abgeschlossen und wird laut Weiland „noch mehrere Monate in Anspruch nehmen“. Doch wo Spielstraßen – also Mischverkehrsflächen – entstehen sollen, das haben die Planer bereits im Blick.

Wie der Verkehrsplaner den Fraktionen erklärte, reiche es nicht aus, einfach ein Schild aufzustellen und einen Abschnitt als Mischverkehrsfläche zu deklarieren. Die gesetzlichen Voraussetzungen erfordern einen erhöhten baulichen und damit finanziellen Aufwand.

Ausbauplanung

Nach dem Straßen- und Wegekonzept der Stadt sind folgende Straßen als Maßnahmen nach dem Kommunalen Abgabegesetz (KAG) in Planung für Mischverkehrsflächen: Piepersloher Platz (vorgesehen für 2023), Dulmecker Weg am Piepersloh (2023) , Memeler Weg (2024), Westerfelder Weg (2024), Bremecker Weg (2025), Hans-Matthies-Straße am Vogelberg (2025). Erstmalig hergestellt werden die Straßen An der Mehr (2024), Schlittenbacher Straße (2024), Willy-Bürger-Straße (2025), Fuelbecker Straße (2026), Alfred-Heinze-Straße (2026).

Dazu gehören ein niveaugleicher Ausbau über die gesamte Straßenbreite sowie die Erfüllung klar definierter Gestaltungsansprüche – etwa Pflanzbeete, wechselseitiges Parken als Verkehrsberuhigung und Aufpflasterungen. Auch darf die Verkehrsdichte nicht zu hoch sein. So sind Gehwege nur dann verzichtbar, wenn nicht mehr als 50 Fahrzeuge pro Stunde unterwegs sind.

Ziel einer Spielstraße ist die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer. Dafür darf höchstens Schrittgeschwindigkeit, 4 bis 7 km/h, gefahren werden.

Bei der Zusammenstellung der Liste geeigneter Straßen orientieren sich die Planer am Straßen- und Wegekonzept der Stadt. Darin enthalten sind Erneuerungen bereits bestehender Straßenzüge, aber auch die erstmalige Herstellung des Straßenoberbaus, für die die Stadt Grundstücksbesitzer laut KAG an den Baukosten beteiligt.

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