Ausbau für U-3-Kinder hat bereits begonnen

„Hier kommt der Wickelraum hin!“ Sabine Dietrich und Frank Kuschmirtz vor dem Anbauplan für den Wermecker Grund.

LÜDENSCHEID ▪ Die Stadt Lüdenscheid arbeitet bereits auf Hochtouren am jüngst beschlossenen Ausbau ihrer Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren. „Im Haus der Jugend hat der Umbau des Saales für zwei Gruppenräume schon begonnen“, wie Sabine Dietrich berichtet. Die Architektin wurde kürzlich von der Stadt eingestellt, um für die Zentrale Gebäudewirtschaft das ambitionierte U-3-Ausbauprogramm zu leiten. 36 Plätze in vier Einrichtungen sollen bis Sommer 2012 neu entstehen.

Hinzu kommen laut der Planung noch 59 Plätze in Kitas freier Träger, vor allem in Kirchengemeinden. „Auch die beraten wir, falls das Jugendamt auf uns zukommen sollte“, erklärte ZGW-Leiter Frank Kuschmirtz im LN-Gespräch.

Im Haus der Jugend, dessen Saal laut Dringlichkeitsentscheid der Politik kurzfristig für Krippenkinder umzugestalten ist, entstehen zwei Gruppen- und zwei Nebenräume sowie ein Schlafsaal. Hinzu kommt ein größerer Personalraum, der Sanitärbereich wird kleinkindgerecht umgestaltet.

Anbauen will die Stadt im Frühjahr an die ihre Kita im Wermecker Grund. In die neuen Räume sollen ebenfalls zehn Kinder einziehen. Der Pestalozzi-Kindergarten soll sechs Zusatzplätze erhalten. Hier wird der Personalraum unters Dach verlegt, damit unten für die neue Gruppe Platz ist, der noch um die Fläche eines heutigen Abstellraumes erweitert wird.

Die vierte Maßnahme wäre, wenn der Rat wie erwartet zustimmt, der Umbau des Jugendtreffs Hebberg für zehn U-3-Plätze. In allen Einrichtungen soll der laufende Kita-Betrieb weitergehen und ein Gutteil der Arbeiten in den KindergartenFerien erledigt werden.

Am „Krippengipfel“ in Düsseldorf nahm gestern indes kein Bürgermeister aus dem Märkischen Kreis teil. „Die kommunalen Spitzenverbände haben aus Gründen der Praktikabilität repräsentative Kommunen benannt“, erklärte dazu der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas. Er verwies auf die Zusage von Landesministerin Ute Schäfer, wonach auch Nothaushaltsstädte wie Lüdenscheid den U-3-Ausbau mit Unterstützung einer „Task Force“ voranbringen dürfen, ohne dass ihnen die Finanzaufsicht auf die Finger klopft.

Die Stadt hatte ihre Anregungen für den Krippengipfel schriftlich zusammengefasst. Laut Jugendamtsleiter Hermann Scharwächter sind das Vorschläge wie die Zulassung von elf statt zehn Kindern je U-3-Gruppe, Landesmittel für Spielgruppen wie die „Spielmäuse“ und eine attraktivere Bezahlung von Tageseltern.

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