Folgen des Klimawandels? Immer mehr tropische Nächte im MK

Nougrigat
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Lüdenscheid – Der August war in diesem Jahr in Lüdenscheid viel zu trocken, sehr sonnig und die ersten 22 Tage auch richtig hochsommerlich heiß. Das zeigen die Aufzeichnungen der Meteorologischen Station (MSL) am Staberg.

Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 20,2 Grad Celsius war der August um 4,6 Grad und damit deutlich wärmer als das langjährige Mittel (15,6 Grad Celsius). Die erste Dekade (1. bis 10. August) war mit durchschnittlich 22,5 Grad Celsius extrem warm. Die zweite Dekade (11. bis 20. August) war mit durchschnittlich 22,0 Grad Celsius ähnlich heiß, bevor es in der dritten Dekade (21. bis 31. August) mit durchschnittlich 16,5 Grad Celsius normaler wurde.

Die Höchsttemperatur von 34,2 Grad Celsius registrierten die Lüdenscheider Hobbymeteorologen nachmittags am 8. August. Damit wurde die bisherige absolute Höchsttemperatur für einen August von 35,4 Grad Celsius verfehlt, die vor zwei Jahren am 7. August aufgezeichnet worden ist.

Insgesamt gab es vergangenen Monat fünf heiße Tage (mehr als 30,0 Grad Celsius) und 15 Sommertage (mehr als 25,0 Grad Celsius). Im langjährigen Durchschnitt gibt es 0,4 heiße Tage und 4,2 Sommertage.

Am 30. August sank die Temperatur auf lediglich 10,0 Grad Celsius ab. Am kältesten war es in einem August in Lüdenscheid am 31. August 1940 mit 4,3 Grad Celsius. Vom 8. bis 12. August gab es – für Lüdenscheid sonst sehr selten – fünf tropische Nächte. Das heißt, die Temperatur blieb auch nachts über 20 Grad Celsius.

Die Meteorologische Station im Zeppelin-Gymnasium registrierte im August 232,2 Stunden Sonnenschein – das sind 124 Prozent des langjährigen Durchschnitts. Auf einen Tag umgerechnet ergibt das 7,5 Stunden. Die Unterschiede zwischen den Dekaden waren sehr auffällig. Die erste Dekade war mit durchschnittlich 11,0 Stunden deutlich sonniger als die zweite und dritte Dekade mit 7,1 bzw. 4,7 Stunden Sonnenschein. Mit 14,5 Stunden Sonnenschein war der 5. August der sonnigste Tag in Lüdenscheid. Dieser Tag war einer von acht Tagen mit mehr als 10,0 Stunden Sonnenschein. Es gab nur einen Tag, an dem sich die Sonne nicht am Lüdenscheider Himmel blicken ließ.

Mit 41,3 Litern Niederschlag pro Quadratmeter war es diesen August in Lüdenscheid deutlich trockener als üblich (46 Prozent des langjährigen Durchschnitts). Der meiste Regen fiel mit 16,3 Litern pro Quadratmeter am 17. August – damit wurde der Höchstwert von 68,9 Litern pro Quadratmeter vom 21. August 2007 deutlich verfehlt.

Die insgesamt niedrigen Regenmengen werden auch bei den Tagen mit Niederschlag deutlich: Der Regen verteilte sich auf elf Tage (langjähriges Mittel 16,3 Tage). Davon gab es fünf Tage mit mehr als 1,0 Liter pro Quadratmeter (11,6 Tage) und zwei Tage mit mehr als 10,0 Liter pro Quadratmeter (2,9 Tage).

232,2 Stunden Sonnenschein gab's. Der meiste Regen fiel am 17. August.


Der Wind wehte vergangenen Monat mit durchschnittlich 2,2 Beaufort so stark wie üblich (2,2 Beaufort) über den Staberg. Sturmtage (mehr als 8 Beaufort) gab es zwei. Am 26. August wehte es mit knapp 94 Kilometer km/h (10 Beaufort) am stärksten. Am häufigsten kam der Wind aus den Richtungen Südwest (37 Prozent), Süd (14 Prozent), Ost (12 Prozent) und Nordwest (11 Prozent). Tage mit Nebel gab es über der Station im Zeppelin-Gymnasium nicht, Gewitter an zwei Tagen. Verglichen mit dem langjährigen Durchschnitt waren es etwa sechs Tage weniger mit Nebel und 2,5 Tage weniger mit Gewitter. Der Grad der Bewölkung (wird in Achteln gemessen) war entsprechend dem Sonnenschein mit 4,8/8 geringer als der Durchschnitt (5,1/8).

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