Vor Amtsgericht in Lüdenscheid

Augenzeugenbericht: So überwältigten die Feuerwehr-Helden den Axt-Angreifer

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Die Hauptwache befindet sich direkt neben dem Amtsgericht. 

Lüdenscheid – Die Feuerwehr-Leute kamen gerade von einem Brand-Einsatz zurück, als ihnen zwei auf dem Boden liegende Personen auffielen. Sie gingen von einem medizinischen Notfall aus, dann wurde es gefährlich. Ein Augenzeuge berichtet. 

Mit einem Beil in der Hand hatte ein 49-jähriger Mann aus Kierspe am Amtsgericht Lüdenscheid eine Frau (37 aus Meinerzhagen) und ihren Begleiter (46 aus Meinerzhagen) attackiert. Der 46-jährige Begleiter ging dazwischen, um die Frau zu verteidigen. Es kam laut Polizei zu einem Handgemenge. Die Frau flüchtete ins nahegelegene Amtsgericht. 

Just in diesem Moment kehrte die Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs der Lüdenscheider Feuerwehr von einem Kleinbrand  an der Altenaer Straße zur Hauptwache zurück. Einer der Feuerwehr-Männer schildert gegenüber unserer Zeitung die Situation: „Von der Ampel aus sahen wir eine Person am Boden liegen, eine weitere Person beugte sich darüber. Es sah aus der Ferne aus wie eine Reanimation. Wir mussten von einem medizinischen Notfall ausgehen“, sagt der Feuerwehr-Mann. 

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Das Fahrzeug stoppte. Er und fünf seiner Kameraden aus dem sogenannten „Angriffstrupp“ eilten sofort zur vermeintlichen Unglücksstelle. „Ich war als erster vor Ort. Erst da habe ich die Situation realisiert. Das war kein medizinischer Notfall. Der Mann auf dem Boden wehrte sich heftig, war sehr aggressiv."

Vor dem Amtsgericht kam es zum Handgemenge. 

Die Feuerwehr-Leute werden ebenso wie der Begleiter zu Helden, verhindern durch ihren körperlichen Einsatz Schlimmeres: "Das Beil lag zum Glück ein Stück weit entfernt. Aber wenn wir nicht da gewesen wären, hätte er das Beil ergriffen und versucht, den anderen Mann weiter zu verfolgen“, ist sich der erfahrene Lüdenscheider Feuerwehrmann sicher.

Gemeinschaftlich fixierten sie den 49-Jährigen am Boden. Herbeigeeilte Justizbeamte legten dem Mann Handschellen an. Die alarmierte Polizei rückte mit einem Groß-Aufgebot aus und nahm den 49-Jährigen fest. 

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