Auftakt „Kultur- und Bildungskonzept“

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Rund 90 Teilnehmer hatten sich im Rathausfoyer zum Workshop eingefunden.

Lüdenscheid - 50 Anmeldungen. „Das war schon ein tolles Ergebnis. Dass heute aber trotz des tollen Sonnenwetters mehr als 90 Lüdenscheider gekommen sind, um sich Gedanken über die Zukunft der Altstadt zu machen, das ist grandios.“ Die Begeisterung über die Resonanz für die Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung eines Kultur- und Bildungskonzeptes für die Lüdenscheider Altstadt war Reinhart Richter vom Büro Richter Beratung aus Osnabrück am Samstag anzusehen.

Sechs Workshops hatten die Teilnehmer gebildet, um gemeinsam mit einem Fachmann zu diskutieren. Angeregt waren die Gespräche – und ertragreich, wie die abschließende Vorstellungsrunde der Ergebnisse zeigte. Wichtige Punkte waren untere anderen die Wahrung des Denkmalschutzes, die Barrierefreiheit und die Bestrebung, die Auftritte der Kultureinrichtungen in Lüdenscheid zu vereinheitlichen. Es gehe um Profilbildung und darum, Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln, waren sich die Workshop-Teilnehmer einig. Umgetrieben hatte die Diskussionsteilnehmer auch die Frage, inwieweit sich die Teilhabe für alle Lüdenscheider Kinder sicherstellen lassen kann – egal, aus welcher sozialen Schicht sie kommen. „Wir müssen dafür sorgen, dass Kultur nicht nur denen zugute kommt, deren Geldbeutel gut gefüllt ist“, war der Tenor der Teilnehmer.

Einen Punkt beklagten allerdings alle Teilnehmer und Fachleute: „Wo sind die Mitglieder der ausländischen Vereine? Sie leben auch in der Altstadt. Wir können nicht für sie bestimmen, über ihren Kopf und ihre Interessen hinweg.“ 50 Prozent der Bewohner der Lüdenscheider Altstadt sind Menschen mit Migrationshintergrund – allein diese Zahl schaffe Handlungsbedarf. „Wir müssen über Strategien nachdenken, um an diese Menschen heranzukommen“, betonte auch Reinhart Richter. Man könne beispielsweise über ein Huckepack-System nachdenken. „Jeder, der sich für die Workshops anmeldet, soll auch einen Mitbürger mit Migrationshintergrund einladen und im besten Falle mitbringen“, erklärte Richter. Und merkte dann an, dass man auch den Altersdurchschnitt der Diskussionsteilnehmer genauer betrachten müsse. „Wir müssen auch versuchen, jüngere Leute in den Prozess einzubinden. Denn wenn sie fehlen, fehlt uns eine ganz wichtige Bevölkerungsgruppe für die Erstellung des Konzeptes.“ Schon in zwei Wochen am Sonntag, 23. März, findet ab 11.30 Uhr die nächste Veranstaltung zum Thema „Kultur- und Bildungskonzept Altstadt“ im Bürgerforum des Rathauses statt. Interessierte sollten sich für diese Veranstaltung zeitnah per E-Mail unter kulturamt@luedenscheid.de anmelden.

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