Mit Aufklärung gemeinsam gegen Darmkrebs

Ärzte, Krankenkassen und Apotheken werben speziell im Darmkrebs-Monat März für Vorsorge.

LÜDENSCHEID ▪ Sie sprechen nicht nur von ersparten Kosten, sondern von erspartem Leid, von langwierigen, belastenden Therapien, die ein frühzeitiger, einfacher Test hätte verhindern können: Für Ärzte, Apotheker und Krankenkassen ist Vorsorge nicht nur im Monat des Darmkrebses ein wesentliches Thema.

Doch im März arbeitet man gemeinsam verstärkt daran, dass die Menschen häufiger Vorsorgeuntersuchungen nutzen. „Gesundheit im Dialog“ heißt die übergreifende Veranstaltungsreihe im Klinikum Hellersen, zu der sich inzwischen zum 8. Mal Patienten und Angehörige auch über Darmkrebs, Standards in der Behandlung, aber auch über die Krankheit und ihre Ursachen informieren können.

Für Samstag, 17. März, 10 bis 12 Uhr, sind Interessierte ins Klinikum Hellersen eingeladen, wo namhafte Referenten im Arzt-Patienten-Seminar auf die „Säulen der Therapie“ eingehen werden und das, wie es in der Ankündigung heißt, „gut verständlich“. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Parallel dazu werde man mit den Staberger Schülern des Biologie-Leistungskurses ebenfalls Veranstaltungen durchführen, um auch hier gezielt für die Vorsorge, zu der auch Darmspiegelungen zählen, zu werben. Ebenfalls seit längerem engagiert gerade bei diesem Thema ist Dr. Gunther Fay (Staberg-Apotheke), der derzeit eine Sonderaktion mit Stuhl-Tests durchführt. Auch die AOK unterstützt die Aktionen und betont, ab 55 Jahre werde die vorsorgliche Darmspiegelung von den Kassen übernommen, bei begründetem Verdacht auch früher.

Mit 80 bis 90 Neuerkrankungen pro Jahr müsse man in einer Stadt von der Größe Lüdenscheids rechnen, wissen Fachleute wie Prof. Dr. Christopher Kelm und Prof. Dr. Gerhard Heil vom Klinikum. Und sie zitieren die Statistik weiter, wonach nur 16 Prozent der Frauen und 11 Prozent der Männer zu Vorsorgeuntersuchungen gehen.

Weitere Themen der Seminarreihe im Klinikum sind „Atempausen im Schlaf“ (25. April), „burn out“ (12. September) und Brustkrebs (25. Oktober), jeweils 17-19 Uhr).

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