Audi, BMW oder Mercedes: Premiumhersteller lässt Gesicht für geheimes E-Auto in Lüdenscheid fertigen

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Das Projekt ist für das Werk in Lüdenscheid ein wichtiger Beitrag zur Standortsicherung.

Lüdenscheid – Der Technologiekonzern Nanogate baut künftig Front-Panels für ein neues bislang noch geheimes Elektro-Auto.

Den Auftrag mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro erhielt das Unternehmen von einem deutschen Premium-Automobilhersteller. Ob es sich bei dem Auftraggeber um Mercedes-Benz, Audi oder BMW handelt, wollte ein Firmensprecher nicht verraten. 

Schon sicher ist aber, dass das Projekt an den Standorten in Bad Salzuflen und Lüdenscheid umgesetzt wird – für das Lüdenscheider Werk an der Golsberger Straße ist es auch ein wichtiger Beitrag zur Standortsicherung. 

Mehr als 100 Millionen Euro Umsatzvolumen

Wie der börsennotierte Oberflächenspezialist mitteilte, liefert der Konzern künftig Komponenten für das Front-Design von E-Fahrzeugen des Premiumherstellers. Das Umsatzvolumen soll kumuliert bei mehr als 100 Millionen Euro liegen und stärkt die Auftragsbasis des Konzerns im strategischen Wachstumsfeld New Mobility. 

Das neuartige Front-Panel werde den herkömmlichen Kühlergrill ersetzen und so das Design des Fahrzeugs entscheidend beeinflussen, heißt es. Anders als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren benötigen Elektroautos keinen Lufteinlass zum Motorraum. 

Die Hersteller experimentieren

Die Hersteller experimentieren derzeit, wie sie die neu gewonnene Design-Freiheit nutzen. Tesla beispielsweise zieht die Frontpartie bis hinunter auf die Stoßstange, andere Premiumhersteller wie Audi, BMW und Mercedes inszenieren das Marken-Emblem. 

Bei dem neuen Auftrag wurde Nanogate direkt vom Autohersteller beauftragt und ist auf allen Ebenen der Wertschöpfung eingebunden, angefangen bei Design und Engineering bis hin zur Herstellung der finalen Komponente. Die Mitarbeiter am Standort Lüdenscheid sind von Beginn an in die Entwicklung eingebunden. Dort wird der Prozess der Metallisierung des Front-Panels vorangetrieben. 

Dabei wird die Kunststoffkomponente mit einer hochwertigen, metallisch anmutenden Oberflächenstruktur versehen. Erste Vorbereitungen laufen bereits. An den noch nötigen Anpassungsinvestitionen beteiligt sich der Kunde in erheblichem Maße. Der Produktionsstart mit der Auslieferung nennenswerter Stückzahlen ist für 2022 geplant. 

"Werden den Innovationsprozess vorantreiben"

Nanogate erwartet, dass künftig auch eine erweiterte elektronische Funktionalität in das neue Front-Panel integriert wird. „Mit unserer Kompetenz sind wir hierfür exzellent vorbereitet und werden den Innovationsprozess unseres Kunden vorantreiben“, freut sich Ralf Zastrau, Geschäftsführer (CEO) der Nanogate SE. 

„Dieser Millionen-Auftrag bestätigt unsere Technologieführerschaft. Diese Entwicklung dürfte innovative Design- und Technologietrends für die gesamte Branche verstärken und uns weitere Marktchancen eröffnen.“

Im Juni 2020 beantragte Nanogate wegen der Corona-Folgen ein Schutzschirmverfahren

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