Auch beim Flohmarkt: Probleme häufen sich

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Lüdenscheid - Nicht nur die Vorbereitungen für das 41. Stadtfest gestalten sich schwieriger als in den Vorjahren. Auch der 40. Stadtfest-Flohmarkt steht im Zeichen wachsender Probleme.

Arno Seltmann, der die Organisation des Trödels vor zehn Jahren von seinem Vater Frank übernommen hat, hat es derzeit mit verschärften Sicherheitsauflagen zu tun. Und sucht einen neuen Mitstreiter. Denn auch Flohmarkt-Gründer Günter Isemeyer zieht sich – wie berichtet – aus dem Geschäft zurück. 

Mit zunehmenden Schwierigkeiten, das Lüdenscheider Stadtfest einigermaßen kostendeckend zu finanzieren, begann eine ganze Reihe von schlechten Nachrichten. Der Geschichts- und Heimatverein reagierte, indem er einen Exklusivvertrag mit der Krombacher Brauerei abschloss – und damit andere Biersorten und vor allem heimische Getränkehändler vom Stadtfest ausschloss. 

Es folgte das Bekanntwerden akuten Personalmangels bei den Vereinen. Erstmals in der langen Stadtfest-Geschichte appellierte der Beauftragte des Veranstalters an die Hilfsbereitschaft der Lüdenscheider Bevölkerung – letztlich mit Erfolg. Mangelnde Rückendeckung in den Vereinen führte dann dazu, dass in diesem Jahr statt der 90 nur 75 Stände in der Innenstadt aufgebaut werden. 

Nachdem der Arbeits- und Kostenaufwand auch für die Flohmarkt-Macher in den vergangenen Jahren ständig gestiegen ist, haben terroristische Attacken wie am Berliner Breitscheidplatz oder zuletzt auf den Ramblas in Barcelona auch bei den heimischen Verantwortlichen für ein neues Sicherheitsdenken gesorgt. 

Arno Seltmann sagt: „Die Stadt gibt sich wirklich Mühe, alles möglich zu machen.“ Aber Polizei und Feuerwehr hätten ihre eigenen Vorstellungen. „Das Sicherheitskonzept für den Flohmarkt war eigentlich abgehakt, jetzt wird es wieder aufgemacht.“ 

Dazu kommt die Entscheidung, keinen einzigen professionellen Verkäufer mehr zuzulassen, sondern nur noch Amateure. Allein das ist in puncto Anbieterzahlen laut Seltmann mit einem Minus von 20 Prozent verbunden. Zu allem Überfluss wird die Flohmarktfläche kleiner, weil die Altenaer Straße zwischen Sternplatz und Musikschule nicht mehr zur Verfügung steht. Dort soll eine Aufstellfläche für Rettungsdienste eingerichtet werden. 

„Mein Ziel ist es, den Flohmarkt weiter zu veranstalten“, so Arno Seltmann. Aber ganz allein werde er das nicht schaffen. „Ich suche deshalb einen neuen Partner.“

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